Prof. Kai Gniffke, Dr. Thomas Bellut und Tom Buhrow präsentieren das neue Modell zur Zukunft der Mediatheken von ARD und ZDF.
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Prof. Kai Gniffke, Dr. Thomas Bellut und Tom Buhrow präsentieren das neue Modell zur Zukunft der Mediatheken von ARD und ZDF.

Mediatheken

Revolution bei ARD und ZDF – riesiges Streaming-Netzwerk geplant

  • VonSebastian Richter
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Die großen öffentlich-rechtlichen Sender legen ihre Mediatheken zusammen. Damt wird sich das Streaming-Angebot deutlich vergrößern.

Berlin/Mainz – ARD und ZDF wollen ihre Mediatheken zusammenlegen. Nutzerinnen und Nutzer der Streaming-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender sollen in Zukunft die Inhalte des jeweils anderen Portals sehen können. Die Inhalte werden weitgehend schrankenlos verfügbar gemacht. Tom Buhrow, Vorsitzender der ARD, und Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF, sowie Prof. Kai Gniffke, Intendant des SWR stellten das Konzept am Montag (21.06.2021) vor.

Mehr als 250.000 Filme, Dokumentationen, Satiresendungen und Serien soll das gemeinsame Netzwerk beinhalten. Dieser „Schatz an öffentlich-rechtlichen Qualitätsinhalten“ – wie das ZDF in einer Pressemitteilung den Inhaltekatalog nennt – soll durch die Zusammenlegung direkter zugänglich und leichter auffindbar gemacht werden.

ARD und ZDF legen Mediatheken zusammen – erweiterte Personalisierung möglich

Am bisherigen Design der Mediatheken soll sich nicht viel ändern. Die Nutzerinnen und Nutzer können weiter „in ihrem vertrauten Angebot“ unterwegs sein. Die Mediatheken bleiben die Eingangstüren in den gemeinsamen Streaming-Kosmos, die bekannten Nutzeroberflächen bleiben bestehen.

Es soll aber eine übergreifende Suchfunktion eingebaut werden, die beide Angebote von ARD und ZDF bedient. Auch ein gemeinsames Personalisierungs- und Empfehlungssystem ist geplant, durch das Nutzerinnen und Nutzern Inhalte aus beiden Mediatheken passend zu ihren jeweiligen Interessen angeboten werden sollen.

Um die Vorteile der erweiterten Personalisierung zu nutzen, muss man sich entweder bei der ARD oder der ZDF-Mediathek registrieren. Künftig wird es nur noch ein gemeinsames Nutzerkonto pro Nutzer geben. Ohne Anmeldung ist trotzdem unter anderem eine Zusammenstellung von eigenen Playlisten beider Angebote möglich. Kurz gesagt: ARD-Inhalte sind zukünftig auch in der ZDF-Mediathek zu finden und umgekehrt.

Andere Anbieter sind beim Mediathekenprojekt von ARD und ZDF eingeladen

Kleinere Anpassungen an der Benutzeroberfläche und am Design werden dennoch vorgenommen. Beide Sender legen bei der Zusammenlegung Wert auf „einen besonders verantwortungsvollen Umgang mit den Nutzerdaten“. Dafür wollen ARD und ZDF den Datenschutz beider Mediatheken enger verzahnen.

Der Aufbau soll in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen. Auch anderen öffentlich-rechtlichen Angeboten soll die Möglichkeit gegeben werden, sich am neuen Modell zu beteiligen. Zuletzt hatten beide Mediatheken bereits Inhalte von funk und von ARTE integriert. (Sebastian Richter)

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