06. August 2012, 20:23 Uhr

Einmal König sein

Die Könige der Athleten. Morgen starten sie im Olympiastadion mit ihren Disziplinen. Der Zehnkampf beginnt mit dem 100-m-Sprint und endet am Donnerstag mit dem 1500-m-Lauf. Zwischendurch ein bisschen springen, werfen und hin und wieder noch mal rennen.
06. August 2012, 20:23 Uhr

Manchmal auch alles gleichzeitig. Spätestens seit ich Ashton Eaton, er ist der König der Könige, weil er am besten von allen springen, werfen, rennen und manchmal auch alles gleichzeitig kann, in Marburg trainieren sehen konnte, bin ich sicher, dass Zehnkämpfer zu Recht als die Könige der Athleten gelten.

Und seitdem wäre ich auch gerne mal König. Aber so einfach ist das nicht. Mein Zehnkampf wäre nämlich spätestens beim Stabhochsprung zu Ende. Ich bin nicht schwindelfrei. Einen Mehrkampf mache ich heute aber trotzdem. Einen Fünfkampf, um genau zu sein. Ich habe nämlich von Ihnen, liebe Leser, eine ganze Menge Aufgaben gestellt bekommen, die ich kurzerhand zu meinem eigenen Mehrkampf zusammengebaut habe, um mich wenigstens einmal als König der Athleten fühlen zu können. Wenn alles klappt zumindest.

Los geht es gleich mit einer recht kniffligen Disziplin. Leserin 1 möchte die Telefonnummer des Fahnenträgers der Fidschi-Inseln. Erinnern Sie sich an den Hünen? Barfuß. Freier Oberkörper. Eingeölt. Und mit Röckchen. Das wird technisch anspruchsvoll. Denn die Fidschi-Inseln haben in London nicht mal ein Fidschi-Inseln-Haus, wo ich fragen könnte. Leserin 2 will wissen, von welcher Marke die Kleidung ist, die Franziska van Almsick im TV zur Schau stellt. Meine Paradedisziplin – sozusagen, denn Franzi sehe ich fast jeden Abend im Deutschen Haus. Die dritte Disziplin hat es dann aber in sich. Rolltreppenfahren. Auf der linken Seite. Und links stehen bleiben. Nicht irgendwo. In der Waterloo Station. Das sind die Rolltreppen ziemlich lang. Und die Londoner hassen Linksstehenbleiber. Was bedeutet, dass in dieser Disziplin Durchsetzungsvermögen und Zweikampfverhalten entscheidende Rollen spielen werden.

Die nächste Disziplin ist die Königsdisziplin. Eine Stunde lang muss ich auf dem berühmten Zebrastreifen der Beatles in der Abbey Road die Touristen davon abhalten, mitten auf der Straße ein Foto zu machen. Das erfordert ebenfalls Durchsetzungsvermögen, gutes Zweikampfverhalten – und eine Auge für den Nebenmann. Das Beste habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Anders als die echten Zehnkämpfer kann ich ja selbst bestimmen. Gehen Sie Essen bei Ottolenghi! Meine letzte Disziplin. Wird gemacht! Mit Vergnügen! So jetzt muss ich aber los, denn bei Ottolenghi ist schon ein Tisch bestellt. Die richtige Vorbereitung ist alles. Wenn ich durchhalte, lesen Sie demnächst davon. Wenn nicht, nicht. Ist ja mein Mehrkampf.

See you later (mac)

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