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Zwei Unfälle: Pendler brauchten auf A 5 erneut viel Geduld

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Friedberg (bk). »In einem Wort: Chaotisch.« So hat Jörg Reinemer, Sprecher der Polizei Friedberg, am Montagnachmittag die Lage auf der A 5 und den umliegenden Bundes- und Landesstraßen beschrieben.

Nach zwei Lkw-Unfällen auf der Autobahn, die recht glimpflich verliefen – einer in der Nacht Richtung Süden, der andere nachmittags Richtung Norden –, kam der Verkehr in der Region einmal mehr zum Erliegen. Kilometerlange Staus machten Pendlern und anderen Fahrern gehörig zu schaffen. Erst am vergangenen Mittwoch hatte nach dem Brand eines Sattelzugs in der A 5-Baustelle ein völliges Durcheinander geherrscht.

Der erste Unfall hatte sich nach Angaben von Reinemer in der Nacht zum Montag gegen 2.15 Uhr zwischen der Raststätte Wetterau und der Anschlussstelle Friedberg ereignet. Der 39-jährige Fahrer kam seinem Lkw in der Baustelle auf die Seitenbankette. Der Laster mit Anhänger, der Küchenteile geladen hatte, überrollte einen Wildschutzzaun, die Zugmaschine kippte um. »Der 39-Jährige und sein 40 Jahre alter Beifahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt, konnten das Führerhaus aber aus eigener Kraft verlassen«, berichtete Reinemer. Der Schaden wird auf etwa 190 000 Euro geschätzt.

Im morgendlichen Berufsverkehr kam es auf der A 5 zu einem Stau von bis zu 15 Kilometern. Wie in der letzten Woche wichen die Verkehrsteilnehmer auf die B 3 aus, wo sich ebenfalls Fahrzeugschlangen bildeten. Die Bergung des Lkw mit Hilfe eines Krans war gegen 10 Uhr beendet. Weil mit Dieselkraftstoff verunreinigtes Erdreich abtragen werden musste, wurden gegen 11.30 Uhr erneut zwei Fahrbahnen abgeriegelt. Die Arbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin.

Kipper nicht runtergefahren

Den zweiten Unfall in der Baustelle (Fahrtrichtung Kassel) verursachte gegen 14.30 Uhr der Fahrer eines Sattelzugkippers, der Baumaterial angeliefert hatte. Als der Lkw wieder losfuhr, krachte er gegen die sogenannte Schilderbrücke mit der Verkehrsbeeinflussungsanlage. »Vermutlich hat der Fahrer vergessen, den Kipper nach unten zu fahren«, erklärte der Polizeisprecher. Der Kipper verkeilte sich, stellte sich quer und blockierte zwei Spuren. Zwei Autos wurden durch herunterfallende Teile beschädigt. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf 250 000 Euro.

Es wurde versucht, die Schilderbrücke anzuheben, um den Laster zu bergen. Nächster Schritt war der Abbau der Anlage. In Richtung Norden stand daher nur eine Spur zur Verfügung. Die Folge waren erneut lange Staus – diesmal in Richtung Gießen.

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