1. Wetterauer Zeitung
  2. Hessen

Zoll stellt 30 000 Euro Bargeld auf A 3 sicher

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
© pv

Gießen/Limburg (pm). Beamte des Hauptzollamtes Gießen haben auf der A 3 bei Reisenden 30 000 Euro Bargeld sichergestellt. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Zwei in Österreich wohnende Italiener mit syrischer Herkunft gerieten auf ihrem Weg von Belgien nach Österreich bei Limburg in die Kontrolle und meldeten den Zöllnern das Bargeld nicht an. Während der 20-jährige Sohn das Fahrzeug steuerte, stellte sich sein 43-jähriger Vater auf der Rücksitzbank während der Kontrolle zunächst schlafend.

Die Beamten entdeckten unter der Sitzbank dann das in Zeitungspapier eingewickelte Bargeld-Päckchen, das vier Bündel mit 10-, 50- und 200-Euro-Scheinen enthielt. Nicht glaubhaft erschienen den Kontrolleuren die Angaben zu Herkunft und Zweck des Geldes. Angeblich handele es sich um Geschäftsanteile aus einer Bekleidungsfirma des Vaters in Syrien, die er sich habe auszahlen lassen. Mit dem Geld wolle er in Österreich ein Geschäft eröffnen. Die beiden Männer seien in Belgien gewesen, um dort Bekleidung dafür einzukaufen. Es sei aber kein Geschäft zustande gekommen.

Die Zöllner stellten wegen des Verdachtes der Geldwäsche das Geld sicher und übergaben den Fall der Frankfurter Zollfahndung. Die überprüft jetzt, ob das Geld womöglich aus illegalen Geschäften stammt. Die Reisenden konnten die Fahrt anschließend fortsetzen.

Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union muss auf Befragen der Kontrollbeamten mitgeführtes Bargeld, Wertpapiere, Wechsel oder Schecks im Wert von 10 000 Euro oder mehr angezeigt werden.

Unterbleibt diese Anzeige, so muss der Reisende mit einem hohen Bußgeld rechnen. Die Maßnahme dient der Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Geldwäsche und Finanzierung terroristischer Vereinigungen) und soll zur Verbesserung der Sicherheit und Vorbeugung von Verbrechen auf EU-Ebene beitragen.

Auch interessant

Kommentare