Ziel: Lärm an der Quelle bekämpfen

Wetzlar (pm/age). Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit in der Bauwirtschaft. Dabei wären viele der Gehörschäden vermeidbar. Mancher Baulärm kann ohne große Kosten bereits an der Quelle deutlich vermindert werden.

Zum »Tag gegen den Lärm« machte am Dienstag die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) auf lärmarme Baumaschinen und Werkzeuge aufmerksam. Sie zeigte zudem Auszubildenden anhand praktischer Demonstrationen, wie gefährlich Lärm für die Gesundheit ist. Anschaulich wurde ihnen dargestellt, warum Schallwirkungen gefährlicher sind, als zunächst empfunden. So lernten sie beispielsweise, dass man allmählich schwerhörig wird, wenn man zu lange und ohne Schutz Lärm über 85 Dezibel ausgesetzt ist. Bei Lärmpegeln über 140 Dezibel können sofort Schäden eintreten. Arbeitsmediziner testeten beim Aktionstag außerdem das Gehör der jungen Leute – und als kleine Überraschung auch die Lärmpegel der Musikanlagen in den privaten Fahrzeugen der Auszubildenden.

Viele Unternehmen hätten erkannt, dass Lärmschutz die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten erhöhe, heiße es seitens der BG Bau. Auf längere Sicht sei Lärmschutz erheblich effizienter als die hohen Kosten durch Krankheit und Ausfall der Mitarbeiter. So kosteten etwa ein Paar Kapselgehörschützer zwischen 15 und 30 Euro, geräuschreduzierte Diamanttrennscheiben für Steinsägen um 100 Euro – ebensoviel wie herkömmliche.

Wenn ein Arbeitnehmer ausfalle, sei dagegen im Schnitt mit mehr als 400 Euro pro Tag zu rechnen.

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