Zehn Jahre Haft für Schüsse auf Nachbarn in Bahnhofstraße

Gießen (dpa/lhe). Weil er im September seinen Nachbarn in der Bahnhofstraße mit sieben Schüssen getötet hat, ist ein Angeklagter wegen Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Gießen entschied am Montag zudem, dass der psychisch kranke 31-Jährige in einer Klinik untergebracht werden muss. Wegen seiner Krankheit gilt er als nur vermindert schuldfähig, wie die Staatsanwaltschaft berichtete. Das Urteil erging demnach auch wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Der Mann soll das 26 Jahre alte Opfer im vergangenen September in dessen Gießener Wohnung in der Bahnhofstraße mit einer Pistole heimtückisch erschossen haben. Er trat die Wohnungstür des Opfers ein und feuerte mehrfach. Ein Mitbewohner des 26-Jährigen fand die Leiche und rief die Polizei. Der Angeklagte, der seit seiner Festnahme bereits in einem psychiatrischen Krankenhaus lebt, schwieg während des Prozesses. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert, die Anklage elfeinhalb Jahre Haft.

Die Vorwürfe lauteten zunächst auf Totschlag. Im Verlauf des Prozesses sei aber deutlich geworden, dass auch eine Verurteilung wegen Mordes in Betracht komme.

Nach Bluttat in Bahnhofstraße: Verdächtiger in Psychiatrie Tödliche Schüsse in der Bahnhofstraße wegen Schulden?

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare