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Zahl der Masernfälle deutlich gestiegen

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Wiesbaden (dapd). Die Zahl der Masernfälle ist in Hessen in diesem Jahr deutlich gestiegen. 2011 seien bislang bereits 37 Erkrankungen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Im gesamten vorigen Jahr hatte 31 Fälle gegeben und 2009 insgesamt 24. »Deutschland und auch Hessen sind keineswegs «masernfrei». Dies ist auf Lücken im Impfschutz - unter anderem bei jüngeren Erwachsenen - zurückzuführen«, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Petra Müller-Klepper.

Auch bei Jugendlichen gebe es deutliche Lücken im Masernschutz. Bei den Kindern sei indes die sogenannte Durchimpfungsrate gestiegen. 2009 seien in Hessen 91,3 Prozent aller Schulanfänger zweifach geimpft gewesen und hätten damit einen vollständigen Impfstatus gegen Masern aufgewiesen, fügte Müller-Klepper hinzu.

Masern seien wie Mumps und Röteln, gegen die gemeinsam mit einem Kombinationsimpfstoff geimpft werde, keine harmlose Kinderkrankheit. Sie könne auch Erwachsene treffen und gehe einher mit Komplikationen wie beispielsweise einer Entzündung des Gehirns, die in 10 bis 20 Prozent der Fälle einen tödlichen Verlauf nehme sowie bei 20 bis 30 Prozent der Fälle bleibende Schäden am Zentralnervensystem verursache.

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