116 000 wollen baden und saunieren

Nidderau (pm). Fast alles ist neu im vor gut einem Jahr wiedereröffneten Nidderbad: Technik, Umkleiden, Sauna, Wasserlandschaften für Kleinkinder, Cafeteria und vieles mehr. Das Plus an Attraktivität dokumentieren die Zahlen. Bis Anfang September besuchten etwa 116 000 Besucher Bad und Saunalandschaft.

In der Sommersaison von Juni bis Ende August lösten 70 000 Gäste eine Eintrittskarte.

Doch Stillstand kennt das Schwimmbadteam um Badebetriebsleiter Harald Rühl trotz allem nicht. Von Montag, 16., bis Montag, 30. September, schließt die Freizeiteinrichtung für grundlegende Reinigungsarbeiten. Am 1. Oktober beginnt dann die Wintersaison, die dem Besucher erweiterte Öffnungszeiten beschert.

Eine Neuerung: Von 8 bis 13 Uhr ist wieder ein öffentlicher Badebetrieb parallel zum Schulschwimmen möglich. »Wir reagieren damit auf die erhöhte Nachfrage, zumal der neue Kinderbeckenbereich im Hallenbad vormittags oft verwaist war«, erklärt Rühl. Für Schwimmer stehen parallel zum Schulschwimmen ein bis zwei Bahnen im großen Hallenbecken zur Verfügung. »Wenn Schüler sozusagen nebenan schwimmen, sollten die Besucher damit rechnen, dass es in der Halle etwas lauter und das Wasser etwas welliger ist«, sagt Rühl. Neu ist auch die Vorverlegung des Frühschwimmens um eine halbe Stunde. Einlass zum reduzierten Tarif von 2,50 Euro ist von Dienstag bis Freitag von 6.30 bis 7.30 Uhr, Badeschluss um 8 Uhr.

Freuen kann sich die Stadt darüber, dass das Nidderbad bestens läuft. Inzwischen liegen exakte Zahlen vor, was Nidderau der dritte Sanierungs- und Modernisierungsabschnitt in den Jahren 2009 bis 2012 tatsächlich gekostet hat. Die Ausgaben beliefen sich auf 5,99 Millionen Euro brutto. Der Anteil der Stadt als alleinigem Besitzer und Betreiber liege jedoch nur bei gut der Hälfte der Summe, bei 2,69 Millionen Euro netto, teilt Bürgermeister Gerhard Schultheiß mit. »Das Land Hessen hat den Umbau großzügig unterstützt. Dazu müssen noch die Ablösebeiträge der ehemaligen Zweckverbandskommunen Hammersbach, Schöneck und Niederdorfelden und des Main-Kinzig-Kreises abgezogen werden.« Eine Million Euro steuerte das Land Hessen bei. Auf 1,38 Millionen Euro summieren sich die Ablösebeiträge, von denen allerdings etwa 250 000 Euro erst in den Jahren 2014 und 2015 in die Stadtkasse fließen werden. »Andere Kommunen haben für noch mehr Geld kein attraktiveres Schwimmbad geschaffen. Und sie mussten vor allem den Löwenanteil der Investitionen alleine tragen. Von unverhältnismäßig hohen Ausgaben, wie es einige Kritiker nennen, kann keine Rede sein«, sagt der Rathauschef.

Komplett erneuertes Nidderbad ist eröffnet

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