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Weniger aber größere Viehställe in Hessen

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Frankfurt (dpa/lhe). In Hessen sinkt die Zahl der Viehställe weiter. Tausende Landwirte haben in den vergangenen Jahren ihr Vieh abgeschafft, die verbliebenen Betriebe wachsen.

Gut 4200 Landwirte mästeten 2010 nach Angaben des hessischen Bauernverbandes noch Schweine im Land, 60 Prozent weniger als 1999. In dieser Zeit habe sich die durchschnittliche Zahl der Tiere pro Betrieb von 51 auf 103 verdoppelt, sagte Verbandspräsident Friedhelm Schneider bei einer Informationsfahrt in Südhessen. Unter dem Strich sank auch die Zahl der Schweine insgesamt: Von fast 900 000 auf rund 730 000.

Bei Rindern das gleiche Bild: Rund 6000 Landwirte halten derzeit noch Rinder, vor zehn Jahren waren es noch über 13 000. Die Zahl der Tiere sank von 560 000 (1999) auf 464 000 (2010). Im Durchschnitt standen 2010 bei hessischen Bauern 55 Rinder im Stall.

Obwohl die Ställe größer werden, ist Hessen nach wie vor von kleinen und mittleren Betrieben geprägt. Von Massentierhaltung will Verbandspräsident Schneider nicht sprechen. Zwar seien neue Ställe größer als die alten, aber »jeder Stallneubau ist eine Verbesserung für die Tiere«. Vor 20 Jahren seien beispielsweise noch 80 Prozent der Milchkühe in niedrigen, dunklen Ställen angebunden gewesen. Die Betriebe seien wesentlich kleiner gewesen und hätten weniger Tiere gehalten – »aber den Tieren ging es deshalb im Vergleich zu heute nicht besser«.

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