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Weiterhin gute Stimmung im Handwerk

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Gießen/Wiesbaden (pm). »Die wirtschaftliche Situation der knapp 24 000 Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden ist nach wie vor zufriedenstellend. Die Handwerkskonjunktur ist weiterhin stabil, allerdings bei weniger konjunktureller Dynamik.« Zu diesem Fazit kommt Kammerhauptgeschäftsführer Harald Brandes angesichts der aktuellen Konjunkturumfrage für das zweite Quartal 2008.

Gießen/Wiesbaden (pm). »Die wirtschaftliche Situation der knapp 24 000 Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden ist nach wie vor zufriedenstellend. Die Handwerkskonjunktur ist weiterhin stabil, allerdings bei weniger konjunktureller Dynamik.« Zu diesem Fazit kommt Kammerhauptgeschäftsführer Harald Brandes angesichts der aktuellen Konjunkturumfrage für das zweite Quartal 2008.

74,2 Prozent der Handwerksbetriebe in Ober-, West- und Mittelhessen schätzen demnach ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Gegenüber dem Vorquartal (71,8 Prozent) sei Brandes zufolge zwar eine leichte Steigerung eingetreten, diese sei jedoch nicht so dynamisch ausgefallen wie sonst im späten Frühjahr üblich. Die gute Stimmung verteile sich ausgewogen auf fast alle Handwerksgruppen. Lediglich bei den Gesundheitshandwerken seien nur knapp 60 Prozent mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Der Geschäftsklimaindex, der die momentane und zukünftige Geschäftslage abbildet, erreiche mit einem Wert von 74,5 Prozentpunkten gegenüber dem Bezugszeitraum des Vorjahres einen Rückgang um 4 Prozentpunkte, liege jedoch noch höher als im Aufschwungjahr 2006. Brandes: »Auch hieran wird erkennbar, dass weiteres Wachstum zur Zeit nicht erwartet wird, jedoch die Lage auf erreichtem Niveau stabil ist.

« Diese Einschätzung werde von allen Handwerksgruppen so wieder gegeben. Erfreulich seien die im zweiten Quartal getätigten Investitionen der Handwerksbetriebe. Nach langer Zurückhaltung hätten 26,6 Prozent der Mitgliedsbetriebe (Vorquartal: 28 Prozent) im Kammerbezirk Ersatz- oder Anschaffungsinvestitionen getätigt. Gegenüber dem Bezugszeitraum des Vorjahres wurde eine Steigerung um fast 6 Prozentpunkte erreicht. Vom Arbeitsmarkt wurden in den letzten beiden Jahren erfreulich sinkende Arbeitslosenquoten gemeldet. Das Handwerk berichtet bereits über Facharbeitermangel. Trotzdem sei der Saldo zwischen einstellenden und entlassenden Betrieben negativ, meinte der Kammerhauptgeschäftsführer. Dies bedeute, dass mehr Betriebe (13,1 Prozent) Mitarbeiter entlassen als Personal aufbauen (6,9 Prozent). Zum größten Teil jedoch (80 Prozent) hätten die Handwerksbetriebe im zweiten Quartal eine unveränderte Mitarbeiterzahl. Für das dritte Quartal erwarten die Unternehmer keine gravierenden Veränderungen. Die Betriebe gehen vielmehr davon aus, dass die wirtschaftliche Situation auf jetzigem Niveau verharrt«, so Brandes.

Die Preisspirale bei den Energie- und Rohstoffkosten, die hohe Inflation und die damit im Zusammenhang stehende nachlassende Kaufkraft der privaten Nachfrager sowie der hohe Euro-Kurs ließen keinen weiteren dynamischen Aufschwung im Handwerk zu.

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