Weit unter der kritischen Marke

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Trotz Masseninfektion in einer Frankfurter Flüchtlingsunterkunft sind in der vergangenen Woche alle Kreise und Städte in Hessen unter der zulässigen Schwelle für Corona-Neuinfektionen geblieben. Weitere Corona-Meldungen im Überblick:

Fallzahlen:Laut Sozialministerium lag die Zahl der insgesamt seit Beginn der Tests bestätigten Fälle in Hessen am Freitag bei 9656, das waren 82 mehr als am Vortag. In den vergangenen sieben Tagen kamen 423 Neuinfektionen dazu. 457 Menschen sind bisher in Hessen an Covid-19 gestorben, von Donnerstag auf Freitag kamen sechs Todesfälle dazu. Weiterhin liegen alle Kreise und Städte weit unter der Marke von 50 neuen Fällen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Bund und Länder hatten festgelegt, dass Beschränkungen verhängt werden müssen, wenn diese Schwelle in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt überschritten wird. Keinen einzigen bestätigten Fall gab es in der zurückliegenden Woche im Vogelsbergkreis.

Flüchtlingsunterkunft:Weitere sieben Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Frankfurt sind positiv auf Covid-19 getestet worden. Allen gehe es klinisch gut, eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sei bei niemanden notwendig gewesen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdezernats.

Klagewelle:Die Frankfurter Justiz fürchtet eine nicht zu bewältigende Klagewelle, weil Fluggesellschaften in der Corona-Krise stornierte Flüge nicht rechtzeitig erstatten. Das Verbraucherportal "Flightright" hatte angekündigt, im Namen von rund 20 000 Passagieren bei den Gesellschaften Lufthansa und Ryanair ausstehende Gelder einzuklagen.

Kontaktverbot:Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln in der Corona-Krise sind nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auch psychisch kranken Menschen zuzumuten. Zwar seien diese von den Maßnahmen besonders hart getroffen, heißt es in einer Eilentscheidung. Die generelle Aufhebung der Beschränkungen und ein möglicher Wiederanstieg der Zahl der Infizierten hätten aber gravierendere Folgen für sehr viele Menschen. Den Eilantrag eingereicht hatte ein Mann aus Hessen, der seit Jahren eine schwere Depression hat.

Freizeit:Zweieinhalb Wochen nach den ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen spüren die Zoos ein starkes Besucherinteresse - auch wenn das noch keine Rückkehr zur Normalität ist. Denn für den Besuch des Frankfurter Zoos etwa müssen im Vorfeld dreistündige Zeitslots für maximal 300 Besucher gleichzeitig online gebucht werden. Ein Spontanbesuch ist dabei nicht möglich, so eine Sprecherin: "Die Zeitslots sind bis zum 31. Mai ausgebucht."

Proteste:In Frankfurt sind am Wochenende knapp zehn Demonstrationen geplant. Unter anderem seien Aktionen gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet. dpa

Quelle: Gießener Allgemeine

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