1. Wetterauer Zeitung
  2. Hessen

Wasserverbrauch: Rabenauer sind absolute »Spitzensparer«

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gießen (pm). »Der Trend zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser ist weiterhin ungebrochen«, so die Ergebnisse des Gießener Regierungspräsidiums (RP), das gestern die Wasserbilanz des Vorjahres veröffentlichte. Wie in den Jahren zuvor ist auch 2007 der durchschnittliche Wasserverbrauch in allen fünf mittelhessischen Landkreisen deutlich gesunken.

»So liegt der Wasserkonsum der Mittelhessen im Schnitt bei nun 112 Litern pro Tag und Einwohner; drei Liter weniger als noch im Jahr 2006«, wie Gert Wentzel, zuständiger RP-Dezernatsleiter, diese Nachricht erläutert.

Aber auch auf längere Sicht hat sich der verantwortungsbewusste Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser stetig gefestigt: Wurden 1994 noch durchschnittlich rund 131 Liter täglich pro Kopf verbraucht, sind es heute fast 15 Prozent weniger. Auch im bundesweiten Vergleich kann sich der RP-Bezirk sehen lassen: »Mittelhessen liegt mit 112 Litern sogar zwölf Liter unter dem deutschen Durchschnitt«, ergänzt der Wasser-Experte. Im Vergleich der einzelnen Landkreise liegen der Lahn-Dill-Kreis und der Landkreis Limburg-Weilburg mit dem geringsten Tagesverbrauch von jeweils 109 Litern pro Einwohner weit vorne, dicht gefolgt vom Landkreis Marburg-Biedenkopf (110 Liter). Mit 115 Litern täglichem Konsum belegt der Kreis Gießen den vorletzten Platz; Schlusslicht ist der Vogelsbergkreis, dessen Bewohner mit 116 Litern die größten Wasserabnehmer sind. »Insgesamt kann aber gesagt werden, dass alle Landkreise ihren Trinkwasserverbrauch deutlich gesenkt haben - im Schnitt um 3 Liter«, so Wentzel.

Betrachtet man den Umgang mit dem wertvollen Trinkwasser innerhalb der 101 mittelhessischen Kommunen, werden drastische Unterschiede erkennbar: Allein im Kreis Gießen beträgt die Differenz zwischen dem größten Wasserverbraucher (Stadt Gießen mit 133 Litern) und der erneut sparsamsten Gemeinde im ganzen RP-Bezirk - Rabenau (72 Liter) - 61 Liter pro Tag und Kopf. Im Vogelsbergkreis liegt die Stadt mit dem höchsten Verschleiß an Wasser im RP-Bezirk: Alsfeld mit 136 Litern. Zu den Spitzenverbrauchern zählen aber auch die Städte Marburg (125 Liter) und Wetzlar (120 Liter). »Das liegt daran, dass Betriebe, Schulen, kulturelle Einrichtungen und sogar die Schwimmbäder auf die Einwohnerzahlen umgelegt werden, was dann zu einem höheren Durchschnittsverbrauch führt«, klärt Wentzel auf. Vergleiche des Wasserverbrauchs für Haushaltswasser innerhalb der letzten 14 Jahre belegen - dank der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung - einen Rückgang von 19 Litern pro Tag und Kopf. Wurden 1994 bei rund 1 073 000 Einwohnern noch 56,55 Millionen Kubikmeter Haushaltswasser verbraucht, waren es im Jahre 2007 bei etwa 1 099 000 Einwohnern nur noch 50,1 Millionen Kubikmeter.

Auch interessant

Kommentare