Wahnsinnsstimmung bei FFH-Wiesnhitnacht in Pohlheim

Pohlheim (agl). Es dauerte nicht einmal zwei Lieder lang, da stand so ziemlich jeder Besucher auf den Bänken: Die »Partyvögel« erwiesen sich am Samstagabend im Festzelt auf der Watzenborn-Steinberger Mockswiese als hundertprozentige Stimmungsgaranten.

Zum Gelingen der ersten FFH-Wiesnhitnacht 2012 im Rahmen des Licher-Wiesnfestes in Pohlheim trugen sie eine Menge bei, hatten sie doch zwei längere Auftritte vor den rund 4000 Gästen im ausverkauften Zelt. Mit dabei war – selbstverständlich könnte man sagen – auch Antonia aus Tirol, die FFH-Moderator Michael Münkner angesichts ihrer Verbundenheit zum Wiesnfest als Pohlheimer Ehrenbürgerin ins Spiel brachte. Komplettiert wurde die Star-Riege von Ina Colada und Peter Wackel.

Die »Partyvögel« hatten eine ordentliche Palette zu bieten, spielten sie doch beispielsweise ihren zum Schunkeln animierenden 2006er-Hit »Bubi, Bubi noch einmal«, ihr neues Lied »Willst du eine Banane«, dessen Rhythmus eine Brücke in die Karibik schlug, oder auch van Halens »Jump«, eine Bon-Jovi-Session mit »Runaway«, »Livin’ on a Prayer« und »It’s my life« – schließlich den AC/DC-Klassiker »Highway to hell«. Hinzu kamen unvergessliche deutschsprachige Hits wie Westernhagens »Sexy«, »Amadeus« von Falco und »Westerland« von den Ärzten.

Während die Stimmung schon um 21 Uhr kaum noch zu toppen war, hatten die Kellnerinnen und Kellner jede Menge zu tun, die Arme wurden beim Maßtragen ordentlich trainiert, und auch die bayerische Küche hielt einiges bereit. Ruhig blieben Abend und Nacht hingegen für Rettungsdienst und Polizei, was wieder einmal den friedlichen Charakter des Wiesnfestes in Pohlheim unterstrichen hat.

Auftritt der Dinrdlkönigin

Die Stimmung war so grandios, dass es auch dem »Partyvögel«-Sänger ein »So was habe ich schon lange nicht mehr erlebt« entlockte. Und: »Hier ist die Stimmung 1000-mal geiler, weil Ihr hier seid«, verglich er das noch junge Wiesnfest mit manchem Auftritt andernorts.

»Es ist der Schlagerhimmel, den wir euch hier präsentieren«, kündigte Moderator Michael Münkner den Auftritt von Ina Colada an.

Die junge Partykönigin aus Bottrop-Kirchhellen stimmte unter anderem Drafi Deutschers »Marmor, Stein und Eisen bricht«, den Hit ihres Mallorca-Kollegen – diesmal nicht in Pohlheim auf der Bühne – Mickie Krause »Schatzi, schenk mir ein Foto« aber auch ihr eigenes »Alle Kinder lernen lesen« an.

Zwischendurch kam der Auftritt der neu gewählten Dirndlkönigin Sina I. aus Launsbach, die am Donnerstag – wie berichtet – beim »Wiesn-Opening« als Siegerin aus dem Wettbewerb hervorgegangen war. Sie durfte drei Drindlträgerinnen aus dem Publikum auswählen, für die es dann ein »Meet & Greet« mit Peter Wackel gab. Ihr wohl eher zufälliges »Meet & Greet« mit Ina Colada hatten »backstage« Hartmut Wurmbach, Manuel Brüche und Stefan Leib. Diese drei Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Watzenborn-Steinberg ließen sich mit dem Party-Star fotografieren. Die Wehr aus dem größten Stadtteil gehört neben der Firma Bill, der Licher Brauerei, der Stadt und FFH zu den Veranstaltern des Wiesnfestes.

In knallig-glitzerndem Grün und Rosa kam »Stammgast« Antonia auf die Mockswiesen-Bühne und heizte beispielsweise mit »Hey, was geht ab« ein. Zunächst Andreas Unterberg aus Laubach und Ralf Kinzenbach aus Rechtenbach, dann die Schwestern Tamara und Marie Simon aus Wißmar »spielten« neben Antonia mit Gummigitarren. Klar, dass es da fetzig wurde: »Rockin’ all over the world« und »I love Rock ’n’ Roll«. Die romantische Schiene wurde mit »Tränen lügen nicht« und »1000 Träume weit… Tornero« bedient.

Weniger romantisch wurde es schließlich, als die Zeit von Peter Wackel kam, der beispielsweise »Vollgas« anstimmte, »Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut« zum Besten gab und von der »Schwarzen Natascha« sang.

Am kommenden Freitag folgt die – ebenfalls ausverkaufte – Fortsetzung mit der zweiten FFH-Wiesnhitnacht.

Und wenn Antonias Rechnung aufgeht, alle Besucher ihr Versprechen halten und im nächsten Jahr noch jemanden mitbringen, dann wären es 8000 Gäste. Dann müsse Bill-Chef Richard Stoiß eben ein noch größeres Zelt aufstellen.

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