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Verlobte niedergestochen: Zehn Jahre Haft gefordert

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Limburg (dpa). Wegen einer lebensgefährlichen Messerattacke auf seine damals 16 Jahre alte Verlobte soll ein 25 Jahre alter Mann für zehn Jahre in Haft. Diese Strafe hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag vor dem Limburger Landgericht gefordert. Sie wirft dem arbeitslosen Mann versuchten Mord vor

Limburg (dpa). Wegen einer lebensgefährlichen Messerattacke auf seine damals 16 Jahre alte Verlobte soll ein 25 Jahre alter Mann für zehn Jahre in Haft. Diese Strafe hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag vor dem Limburger Landgericht gefordert. Sie wirft dem arbeitslosen Mann versuchten Mord vor.

Der Verteidiger sprach dagegen von gefährlicher Körperverletzung und verlangte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und acht Monaten. Sein Mandant habe während der Tat Abstand von einem möglichen Tötungsdelikt genommen, obwohl er wegen mehrerer herumliegender Messer die Gelegenheit dazu gehabt hätte.

Der 25-Jährige hatte seine Verlobte und Mutter eines gemeinsamen Kindes am späten Abend des 6. April in Weilmünster im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg mit sieben Messerstichen niedergestochen. Nach Meinung eines Rechtsmediziners verhinderten eine sehr dicke Winterjacke und der Umstand, dass die Tatwaffe stumpf war, den Tod der jungen Frau. Ihr war nach dem Angriff nur knapp die Flucht gelungen. Angehörige brachten sie ins Krankenhaus. Der Angeklagte hatte sich lediglich während seines letzten Wortes zur Tat bekannt.

Das Urteil soll am kommenden Donnerstag verkündet werden.

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