Verdächtiger nach Unfall wieder frei

Wiesbaden/Heidenrod (dpa/lhe). Nach einem schweren Autounfall mit fünf Toten im Taunus ist ein Verdächtiger wieder auf freiem Fuß. Es sei unklar, ob der 39-Jährige tatsächlich der Fahrer gewesen sei, der den Unfall am Donnerstagmorgen verursacht habe, sagte der Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft, Hartmut Ferse.

Auslöser der Unfalltragödie auf der Bundesstraße 260 zwischen Nassau und Bad Schwalbach war vermutlich das riskante Überholmanöver eines Autofahrers. Er war in Richtung Wiesbaden unterwegs und überholte beim Ort Heidenrod-Mappershain einen Transporter der Straßenverkehrsbetriebe.

Ein entgegenkommender Wagen mit fünf Insassen versuchte auszuweichen, kam ins Schleudern und prallte frontal gegen den Lastwagen. Vier Männer starben noch an der Unfallstelle. Ein Mann wurde noch lebend aus dem Wrack befreit und ins Krankenhaus geflogen, wo er jedoch später seinen Verletzungen erlag. Auch der Fahrer des Transporters wurde verletzt in eine Klinik gebracht.

Der mutmaßliche Unfallverursacher flüchtete. Einige Stunden später nahm die Polizei den 39-Jährigen fest und stellte einen roten 3er BMW mit Rüdesheimer Kennzeichen sicher. Dieser werde kriminaltechnisch untersucht, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Polizei. Anhand von Gutachten und Fotos der Unfallstelle solle zudem der genaue Hergang rekonstruiert werden.

Inzwischen seien auch einige andere rote BMWs überprüft worden, zunächst aber ohne greifbares Ergebnis. »Wir sind weiterhin darauf angewiesen, dass sich Zeugen bei uns melden«, sagte der Sprecher.

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