Verbraucherberatung im Wandel der Zeit

Wetzlar (wv). 25 Jahre Beratungsdienste, Eröffnung der neuen Geschäftsstelle und eine informative Ausstellung zum Thema »Stromsparen«: Die Verbraucherberatung Wetzlar im Netzwerk des Deutschen Hausfrauenbundes (DHB) hatte allen Grund zum Feiern und sich über die zahlreichen Glückwünsche zu freuen.

Zur Jubiläumsfeier in den Räumen in der Hausertorstraße 47a waren neben Mitarbeiterinnen aus benachbarten Beratungsstellen auch Vertreter der Kommunen und des Landes gekommen.

»Wir legen Wert auf eine bürgernahe Beratung, wenn es darum geht, die Bevölkerung über ihre Verbraucherrechte aufzuklären und ihnen kompetente Hilfe anzubieten«, betonte Inge Michel, als sie mit ihrer Kollegin Anja Kokesch die Gäste begrüßte. Unter ihnen Adelheit Hampel, »Urgestein« des Wetzlarer Hausfrauenbundes und dessen Verbraucherberatung bezeichnete. 25 Jahre Beratung in Wetzlar bedeute, rund 50 000 junge und alte Mitbürger haben Rat gesucht. »Aber wir haben nicht nur in unserer Beratungsstelle gearbeitet, auch in über 350 Schulen und Vereinen haben wir unsere Themen vorgestellt und auf die vielen Fragen eine Antwort gegeben«, sagte Michel. Als Verbraucherberaterin sei man eigentlich immer im Dienst. Wenn man kompetent beraten wolle, müsse man auf dem Laufenden bleiben, also Seminare und Fortbildungskurse besuchen.

Mehrere Standortwechsel

Die Gründe, warum sich Ratsuchende an die Verbraucherberatung wenden, haben sich geändert: Der Fortschritt der Technik mache sich bemerkbar und bringe neue Fragen und Probleme mit sich, erklärte Michel. Waren es in den Anfangsjahren Fragen wie »Warum wird meine Wäsche nicht wei? oder »Was ist der richtige Mixer für mich«, mit denen die Verbraucher sich an die Berater wandten, so hat sich der Problemkatalog mit der Zeit erheblich geändert: »Neben hauswirtschaftlichen Themen und schwierigen finanziellen Situationen sind es heute hauptsächlich die modernen Medien, die unsere Klienten beschäftigen und wo sie Rat und Hilfe benötigen«, berichtete Inge Michel von den aktuellen Schwerpunkten der Beratertätigkeit. Dabei gehe es zum Beispiel um Internetverträge, unerwünschte Werbung am Telefon oder undurchsichtige Handyrechnungen. Dabei seien »die jungen Alten« das bevorzugte Klientel bei der Abzocke. »Wir geben Rat und Hilfe. Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, verweisen wir auf Juristen oder Schuldnerberatungen, mit denen wir eng zusammenarbeiten«, fasste Anja Kokesch die Tätigkeiten zusammen.

»Auf Eure Arbeit zum Wohle der Ratsuchenden könnt Ihr stolz sein«, lobte die Landesvorsitzende der Verbraucherberatung Hessen im DHB-Netzwerk, Anne Mitschulat, die Wetzlarer Mitarbeiterinnen, die sie als kompetente Ansprechpartner bezeichnete, wenn es darum gehe, den Verbraucherschutz und die Verbraucherrechte der Bevölkerung zu stärken. In diesem Zusammenhang dankte der Gast aus Korbach dem Land Hessen, der Stadt Wetzlar und dem Lahn-Dill-Kreis für die finanzielle Unterstützung.

Lob gab es auch vom Wetzlarer Stadtrat Carl Peter Greis sowie von Christoph Zörb, Referatsleiter im Hessischen Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz. Die Einrichtung leiste wertvolle Beratung. »Im Frühjahr 1989 wurde das große Ziel unseres Wetzlarer Hausfrauenbundes Wirklichkeit. Wir konnten in der Nauborner Straße die erste Hauswirtschafts- und Verbraucherberatung eröffnen«, berichtete Adelheid Hampel von den Anfängen der Einrichtung, die im Verlauf von 25 Jahren nicht nur dreimal den Standort wechseln musste, auch die Zahl der Ratsuchenden habe kontinuierlich zugenommen. Im vergangenen Jahr hatten die Beraterinnen über 2600 Verbraucherkontakte – mit steigender Tendenz.

Am Ende der Feierstunde wurde die Ausstellung zum Thema »Erfolgreich Energie sparen« eröffnet, die dem Besucher wertvolle Tipps zum sparsamen Umgang mit dem teuren Strom vermittelt. (Foto: wv)

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