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Unfallserie auf der A 5 kostet ein Menschenleben

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Friedberg (bk). Aufgrund der kilometerlangen Staus, die sich nach zwei Lkw-Unfällen am Montag auf der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen gebildet hatten, kam es in der Nacht zum Dienstag zu drei schweren Kollisionen. Bei den Auffahrunfällen starb ein 54-jähriger Lkw-Fahrer. Zudem gab es zwei Schwer- und zwei Leichtverletzte.

Die folgenschwerste Kollision rund um die Baustelle auf der Autobahn ereignete sich nach Angaben von Polizeisprecher Jörg Reinemer in der Nacht zum Dienstag gegen 2 Uhr in südlicher Fahrtrichtung. In der Gemarkung Butzbach musste ein 50-jähriger Lastzug-Fahrer aus Winterberg auf der rechten Spur anhalten. Der nachfolgende 54-jährige Frankfurter bemerkte den Stau offenbar viel zu spät und knallte mit seinem 7,5-Tonner ungebremst auf das Heck des stehenden Lastzugs. Der Frankfurter wurde in dem völlig zerstörten Führerhaus eingeklemmt und verstarb an der Unfallstelle.      Fahrzeug aus Linden beteiligt      Ebenfalls in Fahrtrichtung Frankfurt waren am Montagabend gegen 21.20 Uhr in der Gemarkung Friedberg zwei Autos zusammengestoßen. Eine 35-jährige Frau aus Pfungstadt fuhr in das Stauende, ihr Wagen prallte auf den Pkw einer 35-jährigen Frau aus Linden. Die zehnjährige Tochter der Pfungstädterin zog sich bei dem Unfall schwere Verletzungen zu. Mit leichten Blessuren kam der Beifahrer aus Linden davon. Schwerverletzter in der Gemarkung Rosbach

Gegen 21.30 Uhr krachte es erneut – diesmal in der Gemarkung Rosbach. Ein 23-jähriger Lasterfahrer aus Polen hatte in der Baustelle eine Panne und hielt auf der rechten Spur an. Ein weiterer Lkw-Fahrer aus Polen reagierte zu spät: Der 48-Jährige versuchte nach links auszuweichen, sein Fahrzeug prallte gleichwohl gegen den Auflieger des anderen Sattelzugs. Der 48-jährige Pole wurde schwer verletzt, sein 23-jähriger Landsmann erlitt leichte Blessuren. Gesamtschaden von 700 000

Die Gesamtbilanz der Polizei: Zwischen Montag- und Dienstagnacht kam es auf der A 5 innerhalb von 24 Stunden zu fünf schweren Unfällen mit einem Todesopfer und einigen Verletzten. Der Gesamtsachschaden wird auf 700 000 Euro geschätzt.

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