Schwerer Unfall auf der A7: Sprinter fährt auf Lkw auf
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Schwerer Unfall auf der A7: Sprinter fährt auf Lkw auf

Zwischen Melsungen und Guxhagen

Unfall auf A7: Sprinter kracht unter Lkw - Fahrer schwer verletzt

Bei einem Unfall auf der A7 bei Melsungen wird ein Fahrer schwer verletzt. Dank eines Ersthelfers kann sich der Verletzte aus dem verunfallten Sprinter bereien.

Felsberg - Am frühen Dienstagmorgen, 29.12.2020, ereignete sich auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Guxhagen und Melsungen ein schwerer Unfall. Ein 56-jähriger Mann aus Friedewald (Kreis Hersfeld-Rotenburg) befuhr gegen 5 Uhr mit seinem Mercedes-Sprinter die Autobahn in Richtung Süd.

In Höhe der Salzwegbrücke über die A7, zwischen Heßlar und Gensungen, war er, wie er selbst ausgesagt hat, einen Moment unaufmerksam und krachte mit seinem leeren Kleintransporter unter einen Silozug, der Kartoffelstärke geladen hat. Der Lkw war im Bereich der Geschwindigkeitsbegrenzungsstrecke, die als Lärmschutz in dem Bereich zwischen Helterbachtalbrücke und Anschlussstelle Melsungen eingerichtet wurde, langsam auf der rechten Spur unterwegs.

Schwerer Unfall auf der A7: Sprinterfahrer schätzt Geschwindigkeit falsch ein

In diesem Bereich ist die Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf 60 und für Pkw auf 100 km/h begrenzt. Der Sprinterfahrer hatte wohl die Geschwindigkeit des vor ihm fahrenden Lkw falsch eingeschätzt und war in das Heck des Silozuges gefahren. Bei dem Aufprall wurde die Führerkabine des Sprinters total beschädigt.

Mit Hilfe eines Feuerwehrmannes aus Nieste, der zufällig an der Unfallstelle vorbeikam, konnte sich der Fahrer, aus dem im Frontbereich sehr stark deformierten Sprinter, befreien. Der Ersthelfer setzte auch die Rettungskette in Gang und alarmierte Rettungsdienst und Feuerwehren. Anschließen kümmerte er sich, bis zum Eintreffen der Rettungswagen und des Melsunger Notarztes um den Verletzten. Der Fahrer wurde, nach einer Erstversorgung am Unfallort, in die Klinik nach Bad Hersfeld gebracht. Er erlitt schwere, aber nach ersten Informationen, nicht lebensgefährliche Verletzungen.

Unfall auf der A7: Verletzte bei Ankunft der Einsatzkräfte schon versorgt

Als die Feuerwehr Guxhagen, die mit 21 Einsatzkräften unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein vor Ort war, an der Unfallstelle unter der Brücke eintraf, war der Verletzte schon versorgt. Auch die Freiwillige Feuerwehr Melsungen war zur Unterstützung mit alarmiert worden, sie konnten allerdings die Unfallstelle passieren, ohne einzugreifen. Die Guxhagener Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab.

Auch wurde eine Löschwasserversorgung zu der Unfallstelle aufgebaut. Um die beiden ineinander verkeilten Fahrzeuge zu trennen, musste ein Seilzug, der an dem Einsatzfahrzeug befestigt wurde und der den Sprinter sicherte, eingesetzt werden. Erst dann konnte der Sprinter aus dem Heck des Lkws gezogen werden.  

Schwerer Unfall auf der A7 bei Melsungen: Lkw-Fahrer bleibt unverletzt

Der Lkw-Fahrer aus Litauen blieb unverletzt. Er hatte angegeben, dass er einen Knall gehört hatte und dann den Sprinter im Rückspiegel gesehen hatte. Der Sprinter war mit einer solchen Wucht unter den Silozug gefahren, dass er einige Meter weit mitgeschleift wurde. 

Die Beamten der Autobahnpolizei schätzen den Schaden an den beiden Fahrzeugen auf insgesamt 30.000 Euro. Da zur Unfallzeit nur wenig Verkehr auf dem, sonst sehr stark befahrenen, Autobahnabschnitt herrschte, kam es zu keinem Stau. Der Sprinter wurde von einem Bergungsunternehmen von der Unfallstelle entfernt, der Lkw konnte eigenständig, mit entsprechender Absicherung, bis zur nächsten Ausfahrt fahren.

Auf der A7 kam es zuletzt zwischen Melsungen und Guxhagen zu einem kuriosen Unfall*: Ein Transporter geriet ins Schleudern und fuhr sich mit dem Anhänger selbst ins Heck. (zot) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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