Trübe Wetteraussichten

Frankfurt (dpa/lhe). Wonnemonat Mai? In diesem Jahr ist davon in Hessen nichts zu spüren. Die Freibadsaison ist verschoben, einige Bäder haben nach frühem Start sogar wegen der Kälte wieder dicht gemacht. In den Höhenlagen von Taunus und Rhön schneite es in der Nacht zum Donnerstag.

In Straßencafés und Gartenlokale verirrt sich kaum ein Gast, Sommerblumen gehen schlecht. Sonnenschein und blauer Himmel seien nicht in Sicht – »aber der Regen wird wärmer«, versprach Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Auf der Wasserkuppe in der Rhön und dem Feldberg im Taunus seien in der Nacht zum Donnerstag ein paar Flocken gefallen, berichtete der DWD. »So etwas kommt in dieser Jahreszeit selten vor«, sagte ein Sprecher. Kühl geht es bis zum Wochenende weiter: Temperaturen tagsüber um die zehn Grad, auf den Bergen deutlich kühler, dort kann es auch wieder leichten Frost geben. In der nächsten Woche sollen die Temperaturen etwas steigen, es regnet aber weiter.

Für den Tourismus ist das Wetter Gift: »Bei uns ist tote Hose«, sagte Roland Frormann, Geschäftsführer des Rhön Tourismus in Gersfeld. Trotz der Pfingstferien in Bayern herrsche wenig Betrieb auf der Wasserkuppe nahe des Drei-Länder-Ecks. Die ersten Schwimmbäder haben wieder geschlossen oder gar nicht erst geöffnet. Dem Regen doch noch etwas Positives abzugewinnen, versucht Bernd Weber, Sprecher des hessischen Bauernverbandes: »Ist der Mai kühl und nass, füllt er den Bauern Scheuer und Fass«, zitierte er eine Bauernregel.

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