In trockenen Tüchern

  • schließen

Rüsselsheim/Paris (dpa). Der Verkauf von Teilen des Opel-Entwicklungszentrums an den Ingenieursdienstleister Segula ist in trockenen Tüchern. Der Opel-Eigner PSA und Segula aus Frankreich hätten den Teilverkauf des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums und des nahen Testcenters in Rodgau-Dudenhofen abgeschlossen, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Rund 700 Mitarbeiter von Opel wechselten damit Anfang September zu Segula. Die Franzosen übernehmen zudem Gebäude, Testanlagen und Einrichtungen an beiden Standorten. Der Entwicklungscampus in Rüsselsheim solle sich zunächst auf Projekte im Autosektor konzentrieren und später auch auf andere Branchen.

Opel und Segula hatten vor rund einem Jahr den Teilverkauf des Zentrums verabredet. Damit sollten 2000 von noch 6400 Mitarbeitern im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum zu gleichen Tarifbedingungen zu den Franzosen wechseln. Das Testgelände in Rodgau-Dudenhofen bleibt in Opel-Besitz, wird künftig aber von Segula betrieben. In der Opel-Belegschaft bildete sich jedoch rasch starker Widerstand. Der Betriebsrat setzte Abfindungen durch, sodass schließlich nach Betriebsratsinformationen 1343 Beschäftigte den goldenen Handschlag wählten und der Übergang zu Segula nun deutlich kleiner ausfällt.

Die Mitarbeiter, die dem Wechsel zu dem Ingenieurdienstleister widersprachen, wurden nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" freigestellt. Das gehe aus einem Schreiben von Opel-Personalchef Ralph Wangemann an einen Mitarbeiter hervor. "Die Freistellung endet, wenn sie seitens der Opel Automobile GmbH widerrufen wird bzw. wenn das Arbeitsverhältnis durch Kündigung endet", zitierte das Blatt aus dem Schreiben. Ein Opel-Sprecher erklärte auf Anfrage: "Mitarbeiter, die dem Übergang widersprochen haben, wurden freigestellt, da ihr Arbeitsplatz und ihre Aufgaben zu Segula übergegangen sind." Diese Beschäftigten verlören zunächst ihren tarifvertraglichen Kündigungsschutz bei Opel - "so wie in der Einigung mit dem Betriebsrat im März vereinbart". Die Anzahl der Widersprüche liege "im niedrigen zweistelligen Bereich".

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare