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Wie viel die Autoversicherung kostet, hängt vom Wohnsitz des Halters ab.

Teures Pflaster für Autofahrer

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Frankfurt (dpa/lhe). Hessische Großstädte sind für dort lebende Autofahrer ein besonders teures Pflaster. Neben Offenbach und Wiesbaden wird zum kommenden Jahr nun auch Kassel bei der Kfz-Haftpflicht in der teuersten Regionalklasse 12 geführt, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die Einstufung richtet sich nach dem Schadensverlauf in der Vergangenheit. Wo die Versicherer besonders viel zahlen mussten, steigen in der Folge die Beiträge. Erneut gab es in Offenbach die hessenweit höchsten Haftpflichtschäden, die Schadensbilanz lag 32 Prozent über dem Bundesschnitt und damit fast auf dem Niveau des Bundesspitzenreiters Berlin. Nicht viel besser sind die Frankfurter Autofahrer, die unverändert in die Regionalklasse 11 eingestuft werden und daher wenig Grund haben, sich über das fahrerische Können der Nachbarn zu erheben. Daneben bringt die jährliche Neueinteilung der Regionalklassen, die gesondert auch für Teil- und Vollkaskoversicherungen berechnet wurden, den Hessen nur wenige Änderungen. Bei 83 Prozent der Versicherten ändere sich nichts, erklärte der Verband.

Neben den Kasselern müssen noch Autohalter aus Darmstadt (künftig Klasse 7), Gießen (7) und Wetzlar (9) mit höheren Haftpflichttarifen rechnen. Zurückgestuft werden der Lahn-Dill-Kreis und der Landkreis Kassel, der mit Regionalklasse 3 deutlich günstiger ist als die benachbarte nordhessische Großstadt.

In der günstigsten Haftpflicht-Regionalklasse 1 sind auch 2019 die Autofahrer aus den ländlichen Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg unterwegs. Dafür gilt im Vogelsberg Hessens höchste Teilkaskoklasse. Auch hier richtet sich die Einteilung nach dem Schadensverlauf, wie ein GDV-Sprecher erläutert. Diese Police reguliert unter anderem Stein- und Hagelschläge sowie Wildschäden, die auf dem Land häufiger auftreten.

Es bringt übrigens nichts, bei einem Umzug in die Ballungsgebiete das Heimatkennzeichen zu behalten. Die Versicherungen stufen die Verträge allein anhand des Wohnortes ein, nicht nach dem Kennzeichen des Autos, wie der GDV erläuterte. Die Regionalklassen sind für die Versicherer zwar nicht verbindlich, bilden aber in aller Regel eine wichtige Berechnungsgrundlage.

Quelle: Gießener Allgemeine

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