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Tempolimits leichter möglich - Ministerium ermutigt

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Vor Schulen oder Kitas sind 50 km/h zu schnell. Tempo 30 gibt es schon vielerorts. Jetzt sollen die rechtlichen Hürden für eine Ausweitung gesenkt werden. Auch gegen Lärm sollen die Tempolimits helfen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das hessische Verkehrsministerium ermutigt die zuständigen Behörden, mehr Tempolimits einzurichten. Für Tempo 30-Zonen in Wohngebieten oder vor Schulen sei seit dem vergangenen Jahr finanzielle Förderung möglich, etwa für Poller oder Verkehrsinseln, sagte ein Sprecher am Donnerstag. «Ein neues Schild alleine reicht ja häufig nicht.»

Das Bundesverkehrsministerium hatte angekündigt, die rechtlichen Hürden für Tempo-30-Zonen zu senken, etwa vor Schulen oder Kindergärten. Dies gehe auf eine Initiative der Länder zurück, für die sich auch Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) stark gemacht habe, sagte der Sprecher in Wiesbaden. In Frankfurt gilt nach Angaben des Verkehrsdezernats bereits in fast allen Wohngebieten Tempo 30. Lediglich auf den Durchgangsstraßen darf 50 gefahren werden, sagte ein Sprecher.

Allein aus Lärmschutzgründen wurden in Hessen nach Angaben des Verkehrsministeriums in den vergangenen beiden Jahren rund 50 neue Tempolimits in bestimmten Abschnitten genehmigt.

Auf einigen Hauptverkehrsstraßen in Frankfurt läuft noch bis zum Jahresende ein Tempo-30-Versuch während der Nachtstunden von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr, der aus Lärmschutzgründen eingerichtet wurde. Derzeit werde untersucht, ob der Verkehr deshalb auf andere Straßen ausweicht. Ergebnisse will die Stadt Ende des Jahres vorlegen. Auch Darmstadt hat auf zwei Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 angeordnet, auch dort gilt das nur nachts.

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