1. Wetterauer Zeitung
  2. Hessen

Studie »Römerforum«: CDU, FW und Grüne fordern Nachbesserung

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Lahnau (rüg). Zur Sitzung der Lahnauer Gemeindevertretung am Mittwochabend liegt ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag der Fraktionen von CDU, Freien Wählern und Grünen zur Machbarkeitsstudie »Römerforum« vor: In diesem wird eine Nachbesserung der kürzlich vorgestellten Studie gefordert (die »Allgemeine Zeitung« berichtete).

»Das beauftragte Planungsbüro hat den im Ausschreibungstext klar formulierten Auftrag nicht ordnungsgemäß ausgeführt«, heißt es in der Begründung.

Der Gemeindevorstand wird aufgefordert, die am 15 September im Parlament präsentierte Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des »Römerforums« in dieser Form nicht zu akzeptieren und als Nachbesserung zu fordern, dass das »kleinere Szenario« deutlich ausführlicher als bisher ausgearbeitet und dass ein »mittleres Szenario« konzipiert und präsentiert wird, bevor die Rechnung in Höhe von ca. 32 000 Euro beglichen wird, »da das vorgelegte Arbeitsergebnis nicht den Vorgaben des Ausschreibungstextes der Gemeinde entspricht«.

Die Gemeindevertretung Lahnau habe im Juli 2004 mit den Stimmen von CDU, FW und Grünen beschlossen, dass von Planungsbüros ausgearbeitete sozialwissenschaftliche Studien und Konzepte erst nach Prüfung der Qualität zu bezahlen seien. Dieser Beschluss sei nun auch bei der vorliegenden Machbarkeitsstudie zum Forum anzuwenden.

Laut Ausschreibungstext seien Projektrealisationen von »kleiner Lösung« (rekonstruiertes Fundamentbauwerk mit kleiner Besuchereinrichtung) bis hin zu »großer Lösung« (Gesamtkonstruktion des Römerstützpunktes unter Einrichtung eines Museums und damit Schaffung eines archäologischen Parks) genannt worden. Weiter hieß es damals: »Die Machbarkeitsstudie soll in Modulen für eine kleine, mittlere und große Lösung gegliedert aufgebaut sein. Die einzelnen Module müssen Kosten-/Nutzenschätzungen zugeordnet sein; die Kosten sind nach Investiv- und Betriebskosten zu trennen.«

Das vorgelegte Studienergebnis, so die Kritik der drei Fraktionen, entspreche nur in der erarbeiteten »großen Lösung« den Vorgaben des Ausschreibungstextes. Die »kleine Lösung« sei nur skizziert und »vorschnell« verworfen worden, sodass die über den Sachverhalt entscheidende Gemeindevertretung durch diese »vorschnell verworfene Lösung nur begrenzt nennenswerte Erkenntnisse für ihren Willensbildungs- und Entscheidungsfindungsprozess gewinnen konnte«.

»Der 32 000 Euro teure Auftrag «Machbarkeitsstudie mit drei in der Größe unterschiedlichen Varianten zur Weiterentwicklung des archäologischen Fundes Römerforum» wurde erteilt, um der Gemeindevertretung Erkenntnisse für deren Willensbildungs- und Entscheidungsfindungsprozess zu bieten. Stattdessen bietet die Machbarkeitsstudie nur die große Lösung als ausführliche Untersuchung an und verwirft damit faktisch zugleich eine kleine und eine mittlere Lösung. Damit ist der Auftrag nicht erfüllt!«

Auch interessant

Kommentare