Streife auf zwei Rädern

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Frankfurt - Die meisten Knöllchen gingen an Autofahrer, doch auch Verkehrssünder auf zwei Rädern wurden ertappt: Die Stadt Frankfurt hat ein halbes Jahr nach Einführung der Fahrradstaffel ihrer Verkehrspolizei eine positive Bilanz gezogen. Bis Ende April seien 11 513 Verwarngelder verhängt worden, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. Davon gingen 371 an Radler. 859 Autos seien abgeschleppt worden.

Die zehn radelnden Verkehrspolizisten sind seit Anfang Dezember 2019 im Einsatz, sie legten bis Ende April 6115 Kilometer zurück.

725 Verkehrsteilnehmer hätten die Flucht ergriffen, als sie einen der städtischen Mitarbeiter heranradeln sahen, berichtete die Stadt. Die Mitarbeiter seien hoch motiviert und hätten »dank des Blickwinkels aus der Sicht der Radfahrenden auch immer die besten Argumente parat, wenn es darum geht, nicht nur die Verwarnung auszusprechen - sondern auch nachdrücklich aufzuklären, warum insbesondere das Falschparken auf Radverkehrsanlagen und in Einmündungsbereichen nicht akzeptabel ist«, erklärte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD).

Eingesetzt wird die mit Elektrorädern ausgestattete Staffel vor allem im Innenstadtbereich. Insbesondere bei Radfahrern und Fußgängern komme sie gut an, da beide Gruppen etwa von Falschparken am meisten betroffen seien, erklärte Oesterling. Das Coronavirus habe allerdings auch die Fahrradstaffel vorübergehend abgebremst, denn auch hier habe Personal reduziert werden müssen. dpa

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