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Stich für Stich zur Maske

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Wer eine Nähmaschine zu Hause hat und sie einigermaßen bedienen kann, hat entweder schon einen Stapel Mund-Nase-Masken genäht oder spielt zumindest mit dem Gedanken. Vielleicht fehlt es aber auch noch an der Hilfe beim Umsetzen - die gibt es hier.

Seit Anfang dieser Woche darf man ohne Gesichtsschutz weder einkaufen noch öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Für alle, die noch keinen haben, wird es Zeit, irgendwann gehen die Vorräte schließlich aus und der Supermarktbesuch ist nicht mehr aufzuschieben. Dabei kann, wer Grundkenntnisse im Nähen hat, mit wenig Materialaufwand selbst eine Maske herstellen. Und das geht so:

Schritt 1: Zwei 90 Zentimeter lange Streifen Schrägband, ein kleines Stück Draht (ca. 10 Zentimeter; zum Beispiel ein Verschluss für Gefrierbeutel oder Pfeifenputzer) und Baumwollstoff mit den Maßen 17 x 35 Zentimeter bereitlegen. Der Stoff sollte am besten heiß vorgewaschen werden, damit er später in der Waschmaschine nicht einläuft. Hat man keinen Stoff zu Hause, kann man auch ein altes Bettlaken oder Hemd verwenden.

Schritt 2: Den Stoff quer falten und die Mitte markieren. Wieder auffalten, den Draht an der Markierung auf der linken Stoffseite platzieren und aufnähen.

Schritt 3: Den Stoff wieder rechts auf rechts zusammenfalten und die untere Kante zusteppen.

Schritt 4: Die Nahtzugabe auseinanderbügeln. Dann den Stoff auf rechts wenden und glattbügeln.

Schritt 5: Den Stoff in drei gleichmäßige Falten legen und vom Nasendraht ausgehend nach unten falten. Am einfachsten geht das, indem man die Falten einbügelt. Dazu den Stoff erst in der Mitte falten und bügeln, auffalten und die obere und untere Kante zur Mitte legen und ebenfalls bügeln. Nun kann man diese Kanten ganz leicht nach unten legen. Mit Stecknadeln feststecken. Wer mag, kann die Falten nah am Rand mit einer Naht fixieren.

Schritt 6: Nun werden die Bindebänder aus Schrägband abgesteppt. Dabei wird in der Mitte des Bandes die Maske mit eingefasst. Fertig ist die selbst genähte Maske!

Die Anleitung stammt vom Kasseler Ökomodelabel Soki. Statt der Bindebänder kann man auch eine Gummischlaufe verwenden, die an den Ohren befestigt wird. Dafür den Stoff einige Zentimeter breiter zuschneiden und nach Schritt 5 die Kanten mit den Falten zweimal nach hinten umschlagen. So entsteht ein Tunnel, durch den man den Gummi ziehen kann.

Bei allen »Behelfs-Mund-Nase-Schutzmasken« gilt: Sie können das Risiko der Übertragung reduzieren, indem sie die Verteilung von Tröpfchen verhindern, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Sie sind aber kein zuverlässiger Schutz vor einer Ansteckung. Deshalb gilt auch mit Maske: Abstand halten und Hände waschen.

FOTOS: SOKI LABEL & STORE/NH

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