Sprengstoff entschärft: Bahnstrecke gesperrt

Karben (ach). Nichts ging mehr auf der Bahnstrecke zwischen Bad Vilbel und Nieder-Wöllstadt am Dienstagmittag. Um 12.30 Uhr musste der Bahnhof Groß-Karben wegen einer möglichen Sprengstoffexplosion gesperrt werden.

Unbekannte hatten offenbar einen Fahrkartenautomaten auf den Gleisen 2/3 manipuliert und wollten ihn sprengen. Nachdem ein Sprengtechniker des Landeskriminalamtes und die Bundespolizei Frankfurt Entwarnung gegeben hatten, wurde die Sperrung der Gleise um 14.30 Uhr aufgehoben.

Gegen 12.05 Uhr war entdeckt worden, dass an einem Fahrkartenautomaten am Bahngleis 2/3 die Öffnungen versiegelt worden waren. Verständigte Polizisten stellten fest, dass Gasgeruch an dem Automaten wahrnehmbar war. Offensichtlich handelte es sich um eine »typische Vorbereitungshandlung«, um den Automaten zu sprengen und dann die Bargeldbeträge daraus zu erbeuten, wie Polizeipressesprecher Jörg Reinemer mitteilte. Umgehend wurde ein Sprengtechniker des Hessischen Landeskriminalamtes verständigt und die Bahnstrecke zwischen Bad Vilbel und Nieder-Wöllstadt für Züge und alle S-Bahnen gesperrt.

Reisende am Groß-Karbener Bahnhof mussten entweder von Stadtpolizisten oder den Beamten der Frankfurter Bundespolizei vertröstet werden und geduldig warten, bis die Situation bereinigt war. Im Verkehrsfunk der Radiosender wurde die Sperrung der Bahnstrecke durchgegeben. Zwei Stunden später, um 14.30 Uhr, hieß es, die Spezialisten des LKA hätten festgestellt, dass offensichtlich bereits Teile des Gasgemisches aus dem Automaten ausgetreten waren. Die Beamten hätten die Versiegelungen lösen können, damit das Gasgemisch vollständig entweichen konnte. Somit hatten sie die Gefahr »restlos beseitigt«, so Reinemer. Beamte des Erkennungsdienstes begannen sodann mit der Spurensicherung.

Zuletzt war es im Wetteraukreis am 6. Mai in Ortenberg-Bleichenbach zu solch einer Explosion eines Fahrkartenautomaten gekommen. Die Täter leiteten dabei ein unbekanntes Gasgemisch in den Automaten, um eine Sprengung durchzuführen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare