Andreas Balser
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Andreas Balser

Sozialpreis an Antifa-BI

Friedberg (prw). Der mit 2000 Euro dotierte Wetterauer Sozialpreis geht in diesem Jahr an die Antifaschistische Bildungsinitiative (Antifa-BI). Die Verleihung findet am 24. November statt.

Seit dem Jahr 2010 wird der Preis für ein beispielhaftes ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich vergeben. Die Antifa-BI um ihren Vorsitzenden Andreas Balser setze sich seit vielen Jahren für eine offene Gesellschaft ohne Diskriminierung ein und trete rechtsextremen Tendenzen und Fremdenhass entschlossen entgegen, begründet Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel die Entscheidung der Jury. Die Antifa-BI zeige, »dass Aufklärung und Bildung die besten Mittel sind, rechtes Gedankengut aktiv zu bekämpfen«.

Seit einigen Monaten unterhält der Verein in Friedberg ein kleines Büro. Dort werden Workshops, Vorträge, Seminare für Schüler oder Lesungen angeboten. Auch verfügt das Büro über eine Bibliothek mit über 200 Büchern und 400 Zeitschriften, die sich mit dem Thema Nationalsozialismus, Rechtspopulismus, Demokratie und Pädagogik beschäftigen. Mittlerweile engagieren sich 180 Mitglieder im Verein.

Betschel-Pflügel betrachtet die Bildungsinitiative als Partner des Wetteraukreises in der Aufklärung gegen rechtsextremes Gedankengut und Fremdenhass. Neben den vom Wetteraukreis unterstützten Bildungsfahrten zu den Stätten des ehemaligen nationalsozialistischen Terrors leiste die Antifa-BI wichtige Bildungsarbeit vor Ort.

Die Arbeit der Antifa-BI passe hervorragend in das kürzlich verabschiedete Integrationskonzept des Wetteraukreises und unterstütze dessen Ziele. Dank und Anerkennung gelte auch dem Engagement des Vereines für die Hilfe von sozial Schwachen und Benachteiligten. Der Schutz vor rechtsextremen Übergriffen stelle eine wichtige Hilfe für diese Gruppen dar.

Die Verleihung beginnt am 24. November um 18 Uhr im Plenarsaal des Kreishauses in Friederg. Der Preis wird von Landrat Joachim Arnold und Betschel-Pflügel übergeben. Für die Laudatio konnte Prof. Benno Hafeneger gewonnen werden. Er ist Professor für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt »Jugendforschung und Jugendbildung« an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschung und zahlreiche Publikationen konzentrieren sich auf die Themen Jugend und Jugendkulturen, Jugend und Rechtsextremismus und außerschulische Jugendbildung. (Foto: pm)

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