VhU sieht »robusten Arbeitsmarkt«

Wetzlar/Gießen/Limburg (pm). Die Arbeitsmarktzahlen im August stagnieren wegen der Urlaubszeit üblicherweise. Der leichte Rückgang auf rund 36 300 Arbeitslose in den drei Agenturbezirken Wetzlar/Gießen/Limburg ist einmal mehr ein Zeichen für einen robusten Arbeitsmarkt.

Wetzlar/Gießen/Limburg (pm). Die Arbeitsmarktzahlen im August stagnieren wegen der Urlaubszeit üblicherweise. Der leichte Rückgang auf rund 36 300 Arbeitslose in den drei Agenturbezirken Wetzlar/Gießen/Limburg ist einmal mehr ein Zeichen für einen robusten Arbeitsmarkt.

»Sehr ermutigend ist der immer höhere Anteil älterer Beschäftigter von 55 bis 65 Jahren, der innerhalb von zehn Jahren in Hessen von 40 auf 57 Prozent gestiegen ist. Dies zeigt, dass mehr Beschäftigung Älterer schon heute Realität ist und Betriebe und Beschäftigte sich auf längere Lebensarbeitszeiten einstellen. Eine Abschaffung oder Verschiebung der Rente mit 67, wie dies die Gewerkschaften und Teile der SPD planen, ist angesichts der erdrückenden demografischen Fakten unverantwortliche Realitätsverweigerung«, sagte Dr. Dirk Hohn, mittelhessischer Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Die Fakten für eine unumgängliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit seien schon seit langem bekannt: Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer sei von weniger als zehn Jahren im Jahre 1960 auf heute 18 Jahre gestiegen. Gleichzeitig gebe es immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter. Schon heute verschlinge der Rentenzuschuss ein Viertel des Bundeshaushaltes. Höhere Rentenzuschüsse würden die Handlungsfähigkeit des Staates noch weiter einschränken, was ebenso unverantwortlich sei wie eine ungebremste Anhebung des Rentenbeitragssatzes, weil hierdurch Beschäftigung vernichtet würde. Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis 2029 sei deshalb ein Muss, so Hohn weiter.

In Mittelhessen gibt es derzeit rund 14 000 offene Stellen am ersten Arbeitsmarkt, die jedoch nur zu gut 40 Prozent bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind. Für jeden engagiert Arbeitsuchenden biete sich damit in nahezu allen Berufen ein großes Feld an Beschäftigungschancen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare