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Serie von Überfällen hielt Polizei in Atem

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Marburg (pm). Vier Raubüberfälle haben die Marburger Polizei in der Nacht zum Freitag auf Trab gehalten. Bei dem brutalen Vorgehen der Täter erlitten kurz nach Mitternacht mehrere Personen Verletzungen.

Marburg (pm). Vier Raubüberfälle haben die Marburger Polizei in der Nacht zum Freitag auf Trab gehalten. Bei dem brutalen Vorgehen der Täter erlitten kurz nach Mitternacht mehrere Personen Verletzungen. Aufgrund annähernd gleichlautender Täterbeschreibungen durch Zeugen und Opfer nahmen Beamte nach dem letzten Überfall drei Verdächtige fest.

Zu dem ersten Vorfall kam es um 0.17 Uhr »Am Grün«. Vier Jugendliche mit heller Oberbekleidung traten einer Gruppe von fünf Personen entgegen und forderten lauthals die Herausgabe von Bargeld und Handys. Als das Quintett im Alter von 20 bis 26 Jahren sich weigerte, erhielt der Älteste aus der Gruppe eine Ohrfeige. Das Einschreiten einer 21-jährigen Frau aus der Gruppe quittierten die Jungen mit derben Beleidigungen. Lediglich mit einer erbeuteten Zigarette flüchteten die vier Tatverdächtigen dann unerkannt.

Etwa fünf Minuten später geriet dann in der Frankfurter Straße am Schwarzen Steg (Brücke zwischen Weidenhausen und Frankfurter Straße) ein 26-Jähriger in das Visier von vier Jugendlichen mit heller Oberbekleidung. Der Forderung nach Bargeld kam der junge Mann trotz der Drohung mit einem Schlagring und einem Messer zunächst nicht nach. Erst nach einem Schlag mit einem Gegenstand in den Rücken händigte das Opfer etwas Bargeld aus. Das Quartett flüchtete anschließend in Richtung Weidenhausen.

Gegen 0.30 Uhr wurde dann ein Pärchen nach einem Kinobesuch zunächst von einer jüngeren Person in der Uferstraße (Fußweg zwischen Mensasteg und Uferstraße) angepöbelt und zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert. Auf dem weiteren Weg zu den Parkplätzen in der Uferstraße schlugen nun zwei weitere Männer auf das Pärchen ein. Die 21-jährige Frau und ihr 27-jähriger Begleiter flüchteten weiter bis zu ihrem abgestellten Auto. Dabei erhielten beide weitere Schläge und Tritte.

Nach bisherigen Erkenntnissen dürften die Unbekannten eine Eisenstange und eine Holzlatte zum Schlagen benutzt haben. Der Mann erlitt durch die Schläge erhebliche Kopfverletzungen und musste stationär in der Uni-Klinik aufgenommen werden. Die Frau erlitt Prellungen. Die Räuber flüchteten anschließend unerkannt mit der Geldbörse des Mannes.

Zu dem letzten Überfall kam es kurz vor 1 Uhr auf der Kurt-Schumacher-Brücke in Höhe St. Jost. Dort attackierten vier Jugendliche einen Radfahrer und stießen ihn von hinten von seinem Rad. Unter dem Vorzeigen von Schlagringen und einem Messer händigte der 22-jährige Marburger seine Geldbörse aus. Danach flüchtete die vier Tatverdächtigen in Richtung Innenstadt.

Die Polizei, die mittlerweile Streifenwagenbesatzungen aus Stadtallendorf und Gießen in die Fahndung eingebunden hatte, nahm gegen 1.30 Uhr drei Männer im Bereich der Weidenhäuser Brücke vorläufig fest. Neben angeordneten Blutentnahmen bei dem Trio, stellten die Beamten teilweise auch Kleidung der Verdächtigen sicher.

Die Ermittlungen der Kripo dauern an. Möglicherweise haben die Jugendlichen vor oder zwischen den Überfällen die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich gezogen. Hinweise bitte an die Polizei in Marburg, Tel. 06421/4060.

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