Der Schornsteinfeger-Trick – neue Masche dreister Diebe

Gießen/Friedberg (no/bk). Immer wieder sind gerade ältere Menschen Opfer dreister Betrüger. Zum Klassiker auf diesem Terrain, dem sogenannten Enkeltrick, gesellt sich aktuell ein neues Beuteschema, das dem »Handwerkerbesuch« ähnelt: Zwei Herrschaften klingeln an der Tür und geben sich als Schornsteinfeger aus, die Heizung und Kamin überprüfen müssten.

Dann lenkt einer der Täter das Opfer unter einem Vorwand ab, fordert den Mann oder die Frau auf, ihm den Heizungskeller zu zeigen, während der andere versucht, Beute zu machen. So geschehen am Dienstag bei einem älteren Ehepaar in der Straße Hinter dem Hof in Wißmar. Der Vorgang wurde bei der Polizei in Gießen zur Anzeige gebracht. Dem Vernehmen nach fehlt nichts.

Einer der ungebeten Besucher hatte das Ehepaar im Erdgeschoss in ein Gespräch verwickelt, während der andere unter einem Vorwand nach oben stieg und dort Räume und Behältnisse inspizierte.

Aktuelle Fälle aus der Nachbarschaft

Am selben Tag hatte auch die Polizei in der Wetterau drei Fälle dieser Art zu Protokoll zu nehmen. Der erste Vorgang ereignete sich gegen 9 Uhr in Friedberg. Das Opfer war eine 82-Jährige, bei der mehrere Räume durchsucht wurden, ohne das etwas entwendet wurde. Mehr Erfolg hatten schwarz gekleidete Männer gegen 9.15 Uhr in Bad Nauheim bei einer 76-Jährigen. Ein Täter gab an, aufs Dach zu müssen, sein Kompagnon wollte in den Keller. Die Frau ging mit. Diese Zeit nutzte der andere Betrüger, um Schmuck und Goldbarren im Wert von mehreren Tausend Euro abzugreifen.

Und gegen 10 Uhr gab sich, wiederum in Friedberg, ein etwa 50 Jahre alter Mann als Schornsteinfeger aus, wurde aber nicht hereingelassen. Die Bewohnerin erkundigte sich telefonisch beim Schornsteinfeger ihres Vertrauens, wodurch der Betrug erst ans Tageslicht kam. (Symbolfoto: dpa)

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