+

Schon wieder: Geldautomat in Langgöns gesprengt

Langgöns (P/fd). In der Nacht auf Montag wurde ein Geldautomat in Langgöns durch Unbekannte aufgesprengt. Es ist der zweite Fall in der Gemeinde in wenigen Wochen.

Gegen 0.50 Uhr brachten die Täter nach bisherigen Erkenntnissen den Geldautomaten auf dem Parkplatzgelände eines Einkaufsmarktes in der Straße "Am Lindenbaum" durch Einleiten von Gas zur Explosion. Das Automatenhäuschen wurde stark beschädigt. Umherfliegende Trümmerteile schlugen in die Außenwand und den Eingangsbereich des dortigen Einkaufsmarktes ein. Derzeit sind weder Schadenshöhe noch Beute bekannt. Die Fahndung der Polizei läuft zur Zeit auf Hochtouren.

Erst Anfang April hatten Unbekannte einen Geldautomaten in Oberkleen gesprengt.

Wie konnten die Täter so eine massive Explosion herbeiführen? Mit Gas. Jörg Reinemer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen, erläuterte beim letzten Fall in Oberkleen, dass die Täter in solchen Fällen durch den Schlitz für die EC-Karten Gas in den Automat einströmen ließen. Allerdings müssten die Gauner darauf achten, dass sie ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch erreichten, betonte Reinemer. Sei der Gasanteil zu hoch, das Gemisch zu "fett", dann könne es nicht explodieren.

Alles in allem zwar eine sehr wirksame, aber auch sehr gefährliche Vorgehensweise, sagte der Polizist. Ihm seien Fälle aus Hessen bekannt, bei denen die Räuber selbst schwer verletzt oder gar getötet wurden.

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare