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Schlag gegen Hells Angels

(dpa/lrs) - Rund 650 Polizeibeamte haben am Dienstag mehrere Objekte des Hells Angels in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Ob sich die Aktion der Staatsanwälte auch gegen die Gießener richtet, war zunächst unklar.

Auch zwölf Staatsanwälte seien bei der Aktion dabei, teilte die Staatsanwaltschaft in Koblenz mit. Mehrere Haftbefehle wurden vollstreckt. Hintergrund der Durchsuchungen seien Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie schwerer Straftaten. Die Aktion laufe noch, erklärte die Staatsanwaltschaft am Morgen. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» über die Durchsuchungen  berichtet.

Es gehe auch um Verstöße gegen das Waffenrecht, erpresserischen Menschenraub sowie Nötigung und gefährliche Körperverletzung, teilten die Ermittler mit. Weitere Details nannte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Offenbar tobt derzeit ein interner Machtkampf unter den Hells Angels: Ermittlungen zufolge waren Frankfurter Hells Angels im Juli 2014 beim Verlassen eines Clubs von rivalisierenden Hells Angels aus Gießen angegriffen worden. Einer der Frakfurter habe daraufhin eine Waffe gezogen, geschossen und vier Männer, darunter einen Wettenberger, zum Teil erheblich verletzt. 

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