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Schädlinge verderben landesweit die Walnüsse

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Gießen (ddp). Schädlinge verderben in Hessen die Walnüsse. Landesweit sei ein vermehrtes Auftreten der Walnussfruchtfliege zu verzeichnen, teilte der Pflanzenschutzdienst des Gießener Regierungspräsidiums mit.

Gießen (ddp). Schädlinge verderben in Hessen die Walnüsse. Landesweit sei ein vermehrtes Auftreten der Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa) zu verzeichnen, teilte der Pflanzenschutzdienst des Gießener Regierungspräsidiums am Freitag mit. Die Fruchtfliege stamme ursprünglich aus dem Südwesten der USA und verursache derzeit auch hierzulande erhebliche Schäden an Walnüssen. Direkte Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht möglich.

Die Wallnussfruchtfliege ist den Angaben zufolge etwa so groß wie eine Hausfliege und überwintert als Puppe im Boden, bevor die kleinen Schädlinge ab Juni bis September schlüpfen. Drei bis fünf Wochen lang bleiben sie in der Fruchtschale, bevor sie sich entweder alleine oder mitsamt den Nüssen zu Boden fallen lassen. »Die weiß bis gelblichen Larven leben in der fleischigen Schale der Nuss und ernähren sich hiervon«, sagte Pflanzenschutz-Experte Michael Fischbach. »Dadurch wird die Fruchtschale weich bis schleimig-feucht, schwarz und kleibt an der Nussschale.«

Ein Auftreten des Schädlings am heimischen Wallnussbaum könne man an Verfärbungen von Schale und eventuell auch dem Kern der Nüsse erkennen. Bei frühem und stärkerem Befall könne der Kern mitunter nicht richtig ausgebildet werden. Sei die Nuss erst einmal befallen, ließen sich die Schalen kaum noch entfernen. Die wichtigste Gegenmaßnahme sei das sofortige Entfernen und Vernichten befallener Früchte nach dem Abfallen, um eine Einwanderung der Larven in den Boden zu vermeiden.

Weitere Informationen rund um den Pflanzenschutz erhalten Interessierte unter oder im RP-Pflanzenschutzdezernat unter Tel. 0641/3030.

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