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Respekt vor herausragenden Leistungen der Züchter bekundet

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Wetzlar (hp). Kürzlich trafen sich im Sitzungssaal des Kreishauses in Wetzlar die erfolgreichen Kleintierzüchter des Lahn-Dill-Kreises, um für ihre Zuchterfolge eine Ehrung durch den Landrat entgegen zu nehmen.

Wetzlar (hp). Kürzlich trafen sich im Sitzungssaal des Kreishauses in Wetzlar die erfolgreichen Kleintierzüchter des Lahn-Dill-Kreises, um für ihre Zuchterfolge eine Ehrung durch den Landrat entgegen zu nehmen. Bei Zuchtschauen bis auf Weltmeisterschaften hatten sie im vergangenen Jahr vordere Plätze belegt. »Wir möchten ihre Arbeit würdigen - ein Hobby, dass immer schwieriger aufrecht zu erhalten ist, da sich immer mehr Menschen vom Gackern, Krähen und Gurren und vor allem vom Geruch belästigt fühlen«, so Wolfgang Schuster (SPD). »Dieses freiwillige Engagement steht halt nicht so im Rampenlicht wie Handball oder Fußball, obwohl es der Gesellschaft gute Dienste erweist.«

Auch die Verbandsvorsitzenden drückten ihr Bedauern über diese negative Situation aus. »Diese Ehrungsveranstaltung hat für uns Kleintierzüchter einen ganz besonderen Stellenwert: Da wir keine Lobby haben, wirbt sie positiv für unsere Tätigkeit«, so Egon Baum, Vorsitzender der Vogelfreunde Wetzlar. »Auch wenn wir Nachwuchsprobleme haben, können wir doch herausragende Erfolge vorweisen - keiner hat so viele Weltmeisterschaften errungen wie wir.

« Als Beispiel nannte er Herbert Schilder, der sich seit rund 30 Jahren mit der Zucht von Kanarien beschäftigt und jetzt mit 76 Jahren mit einer Meringer Frisurkanarie eine Weltmeisterschaft erringen konnte.

»Da unsere Vereine immer kleiner werden, haben wir uns einer großen Transportgemeinschaft angeschlossen, um unsere Tauben zu den Startpunkten zu bringen«, erläuterte Daniel Becker von der Brieftauben-Reisevereinigung Dillperle, dessen Verein 100 Mitglieder hat, von denen rund 60 aktiv sind. »Wir sind froh, dass mit dieser Ehrung der Stellenwert unserer Arbeit hervor gehoben wird«, sagte Joachim Schuchmann vom Kreisverband Wetzlar der Rassegeflügelzüchter, in dem allein 70 jugendliche Züchter tätig sind. »Unsere Tiere sind weit über Deutschland hinaus bekannt.« Walter Sator, jahrzehntelang in der Zucht von Rassekaninchen im Kreisverband Dillenburg an vorderer Stelle tätig, meinte: »Wir müssen Geschlossenheit zeigen und uns in der Öffentlichkeit präsentieren, damit das Bewusstsein für die Wichtigkeit unserer Arbeit wächst.«Kleintierzüchter seien Träger und Erhalter wertvollen Kulturgutes, zeigten große Naturverbundenheit und Tierliebe und seien mit ihrer Arbeit auch im Bereich kindgerechter Erziehung und Sozialisierung wichtig. »Die Liebe zu Tieren prägt die Menschen von Kindheit an und lehrt sie Verantwortung zu übernehmen und die Tiere zu respektieren.«

Zusammen mit der Kreistagsvorsitzenden Elisabeth Müller (CDU) nahm der Landrat die Auszeichnungen folgender Züchter aus dem Südkreis vor: Von den Vogelfreunden Wetzlar: Herbert Böser, Erhard Wolff (Solms), Bernd Laqua (Alsfeld), Steffen Pausch (Biebertal), Herbert Schilder (Wetzlar) und Paulo Rodrigues (Mainz); von der Reisevereinigung »Gießen Nord« Manfred Jost (Biebertal) und Ingo Schweickert (Lahnau); vom Kreisverband Wetzlar der Rassegeflügelzüchter die Jungzüchterinnen und -züchter Celine Becker, Jennifer Weidlein und Tim Nern (Wetzlar) und die Altzüchterinnen und -züchter Karl Otto Loh, Joachim Schuchmann, Herbert Valdor, Walter Watz (Wetzlar), Helmut Brömer (Lahnau), Adolf Heller (Gießen), Heidi Huder, Alfred Scharf, Werner Mehl (Aßlar), Karlfried Schwalm (Wettenberg), Hans Petry und Uwe Wagner (Hüttenberg); vom Kreisverband Wetzlar der Rassekaninchenzüchter die Jungzüchterinnen und -züchter Lukas Althen, Owen Spencer, die Zuchtgemeinschaft Mischa und Till-Niklas Braun, Carolina Schmidt, Jaqueline Schmidt (Hüttenberg), Tobias Dick (Wettenberg) Tessa Richter (Biebertal) und Noah Hofmann (Wetzlar), sowie die Altzüchterinnen und -züchter Manfred Richter junior, Hugo Habig

(Wetzlar), Friedhelm Scheld (Lahnau), Werner Frey (Wettenberg), Ewald Heuser, Manuel Seelhof (Greifenstein), Susanne Martin, Karl-Heinz Martin (Leun), Manfred Schmidt, Emilie Schmidt (Hüttenberg), Jürgen Riedel, Michael Riedel und Erich Rühl (Braunfels).

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