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Rechenzentrum für neue Satelliten eröffnet

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Darmstadt (dpa/lhe). Von Darmstadt aus werden künftig modernste Satelliten zentral gesteuert. Diese sollen Bilder und Daten zu Wetter und Klima liefern.

Ein wichtiges neues Rechenzentrum für diesen Betrieb wurde am Freitag auf dem Gelände der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (Eumetsat) eröffnet. Ziel ist es, das Wetter besser vorauszusagen und unter anderem Naturkatastrophen früher zu erkennen. Im neuen, zwölf Millionen Euro teuren Rechenzentrum sei ausschließlich Technik untergebracht, teilte ein Eumetsat-Sprecher mit.

Hessens Europaminister und stellvertretender Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn (FDP) würdigte die Zusammenarbeit der 27 Eumetsat-Mitglieder und der vier kooperierenden Länder unter dem Dach als ein »Netzwerk europäischer Staaten im Zentrum Europas für die Menschen in Europa«.

Die Wettersatelliten der dritten Generation (MTG/«Meteosat Third Generation«) sind ein wichtiges Eumetsat-Projekt. Sie sollen Wetter- und Klimadaten für die nächsten 30 Jahre sichern und von 2018 an schrittweise zum Einsatz kommen. Mithilfe ihrer Satelliten will Eumetsat nationale Wetterdienste rund um die Uhr mit Bildern und Daten zum Wetter und zum Klima versorgen. Die Organisation arbeitet dabei eng mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA, aber auch mit den Institutionen aus den USA, Russland und Japan zusammen. Den Löwenanteil der Finanzierung der 1986 gegründete Organisation trägt Deutschland.

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