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Radargeräte verstärkt im Einsatz

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Gießen (pm). 7439 Unfälle haben sich im vergangenen Jahr auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften in Mittelhessen ereignet. In 1281 Fällen (17,2 Prozent) war die Ursache nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit. 14 Menschen kamen dabei ums Leben, 165 Personen wurden schwer verletzt.

Gießen (pm). 7439 Unfälle haben sich im vergangenen Jahr auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften in Mittelhessen ereignet. In 1281 Fällen (17,2 Prozent) war die Ursache nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit. 14 Menschen kamen dabei ums Leben, 165 Personen wurden schwer verletzt. Damit waren Geschwindigkeitsverstöße auch 2008 wieder eine der Haupt-Unfallursachen. Deshalb führt das Polizeipräsidium Mittelhessen in diesem Jahr seine umfangreichen Geschwindigkeitskontrollen mit hoher Intensität weiter.

»Wir wollen noch mehr als bisher unser Personal und die vorhandene Messtechnik an den unfallträchtigsten Stellen einsetzen und damit die unfallverhütende Wirkung unserer Arbeit verstärken«, erläuterte Polizeipräsident Manfred Schweizer. Auch die Messtrupps der Kommunen sollen in diese Bemühungen einbezogen werden. Zur flächendeckenden Identifizierung und zum Vergleich der gefährlichsten Außerortsstrecken mit geschwindigkeitsbezogenen Unfällen hat das Polizeipräsidium eine spezielle Analyse vorgenommen. Sie bezieht die Zahl der Unfälle und die daraus resultierenden Sachschäden sowie die unterschiedliche Schwere der Personenschäden ein. Anhand einheitlich festgelegter Sätze berechnen die spezialisierten Unfallbearbeiter die jeweiligen Unfallkosten.

Dieser Wert im Verhältnis zur untersuchten Streckenlänge und zum Betrachtungszeitraum, der bei dieser Analyse das Jahr 2008 umfasste, ergibt den »Prioritätenindex«. Je höher er ausfällt, umso gefährlicher ist der untersuchte Streckenabschnitt hinsichtlich geschwindigkeitsbezogener Verkehrsunfälle. In dieser Art und Weise ermittelte die Polizei in den vier mittelhessischen Kreisen die zehn am meisten belasteten Streckenabschnitte, auf denen zu schnelles Fahren die Unfallursache war. Auf diesen Straßen werden verstärkt alle technischen Möglichkeiten der Tempo-Messung genutzt, von der Laserpistole über das Radargerät bis hin zur Lichtschrankenmessanlage. Diese Messungen passen gut in die Aktion »Runter vom Gas« des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, der entsprechende Plakatwände künftig an einigen der identifizierten Unfallstrecken platziert.

Im Landkreis Gießen ermittelte die Polizei als unfallträchtigste Strecken:

B 49 - Europastraße bis Annerod

B 276 - Schotten bis K 190 (Abzw. Gonterskirchen) L 3355 - Reiskirchen bis Hattenrod

L 3137 - Hungen bis Ruppertsburg

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