Puttrich und SPD wollen Fleischbetrüger anprangern

Frankfurt (dpa/lhe). Die hessische Verbraucherministerin Lucia Puttrich (CDU) hat angesichts des Pferdefleisch-Skandals schärfere Strafen für Lebensmittelbetrug gefordert. Die SPD warf Puttrich vor, sie habe schärfere Kontrollen blockiert. Einig zeigten sich CDU und SPD in der Forderung, Betrüger künftig öffentlich anzuprangern.

Das hessische Landeslabor erwartet am morgigen Montag erste Ergebnisse von Analysen. Im Zuge des Skandals waren 110 Proben eingereicht worden. Sie stammen aus hessischen Zentrallagern und Großhandelsbetrieben und sollten auf Pferdefleisch getestet werden. Untersucht werden Fertigfleischprodukte wie Lasagne oder Cevapcici. Puttrich, derzeit Vorsitzende der Verbraucherministerkonferenz, forderte mehr Aufschluss über die Herkunft von Fleisch. Zudem sprach sie sich dafür aus, betrügerische Unternehmen öffentlich zu nennen. »Die Prangerwirkung halte ich an der Stelle für notwendig«, sagte sie. Derzeit sei dies nicht möglich. Die Verbraucherminister wollen am Montag über Konsequenzen aus dem Skandal beraten.

Auch die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag in Wiesbaden, Petra Fuhrmann, forderte das Anprangern von Betrügern. »Wir wollen eine Kennzeichnung der verstoßenden Betriebe mit einem allgemeinverständlichen Symbol«, sagte sie einer Mitteilung zufolge. Allerdings müssten die Verstöße erst einmal entdeckt werden, weshalb das Land die Lebensmittelüberwachung besser ausstatten müsse.

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