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Polizei-Großaufgebot sucht den Entführer Thomas Wolf

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Friedrichsdorf/Frankfurt/M. (dpa). Der seit sieben Wochen in ganz Deutschland gesuchte Entführer und Erpresser Thomas Wolf ist vermutlich ins Rhein-Main-Gebiet zurückgekehrt.

Friedrichsdorf/Frankfurt/M. (dpa). Der seit sieben Wochen in ganz Deutschland gesuchte Entführer und Erpresser Thomas Wolf ist vermutlich ins Rhein-Main-Gebiet zurückgekehrt. Zwei Spaziergänger hätten den 56- Jährigen am Dienstagabend am Waldrand von Friedrichsdorf-Köppern unabhängig voneinander gesehen und eindeutig erkannt, berichtete die Polizei in Frankfurt am Freitag.

Seither suchen die Ermittler im Taunus und im Rhein-Main-Gebiet wieder verstärkt nach dem Schwerverbrecher. Ein Zug der Bereitschaftspolizei durchkämmte am Freitag ein Waldgebiet in Friedrichsdorf-Köppern, jedoch ohne Erfolg.

Wolf hatte Ende März die Frau eines leitenden Wiesbadener Bankmitarbeiters entführt und 1,8 Millionen Euro Lösegeld erpresst. Auf seiner Flucht hinterließ der Gewaltverbrecher Spuren in München, Berlin, Bremen und dem Kreis Oldenburg. Am 1. Mai war er Hals über Kopf aus einem Waldstück in Niedersachsen geflüchtet. Seither hatte sich seine Spur wieder verloren. Eine 80-köpfige Sonderkommission sucht nach dem gebürtigen Düsseldorfer, der im Jahr 2000 nach einem Hafturlaub aus einem nordrhein-westfälischen Gefängnis verschwunden war und acht Jahre unter falschem Namen in Frankfurt lebte.

Möglicherweise verhalte sich Wolf jetzt ähnlich wie zuletzt im Kreis Oldenburg und verkrieche sich auf Hochsitzen oder in einem Auto im Wald, sagte ein Polizei-Sprecher. Es könne aber auch sein, dass er in Köppern in die Taunusbahn gestiegen ist.

Der Serientäter ist dafür bekannt, dass er gerne Fahrrad fährt sowie in Schwimmbäder und Fitnessstudios geht. Wolf gilt auch als gesellig und geht gerne in Gaststätten. Außerdem ist er auf das rezeptpflichtige Schilddrüsen-Medikament »Thyroxin« angewiesen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täter oder zur Wiederbeschaffung der Beute führen, sind bis zu 100 000 Euro ausgesetzt worden. Hinweise auf den Gesuchten werden unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800/110 3333 entgegengenommen.

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