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  • Burkhard Bräuning
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Spaziergang im Schnee

Spaziergang im Schnee

Der Wetterbericht macht mir für heute, also Sonntag, keine Hoffnung. Denn nach Schnee sieht’s nicht aus. Eher nach Regen. Den brauchen wir ja auch. Aber Schnee wäre richtig gut. Noch besser sogar als Regen. Denn dann könnte man morgens in aller Frühe über Feldwege laufen und seine Spur hinterlassen. Könnte die Flocken im Gesicht spüren, Schneebälle formen, einen Schlitten hinter sich herziehen. Unser Hund Jima könnte nach Herzenslust toben und die Nase in den Schnee stecken. Alles weiß. Ein unschuldiges Weiß. Kein schmutziges Braun. Ein Traum. Ganz ehrlich: Spaziergänge oder längere Wanderungen sind in jeder Jahreszeit schön. Aber bei Schneetreiben im Winter ist so ein Marsch durchs Gelände etwas ganz Besonderes. Ich hatte gehofft, dass ich heute ein Türchen vom Adventskalender öffnen kann, hinter dem sich eine weiße Landschaft verbirgt. War leider nix. Aber der Winter hat ja noch nicht mal angefangen. Ich bin sicher: Es wird noch schneien. Hat ja immer Schnee geben, glaube ich. Noch sind sogar weiße Weihnachten drin. Hatten wir schon lange nicht mehr. Wäre toll, wenn das kleine Tannenbäumchen im Hof im Schnee versinken würde. Wenn wir auf schneebedeckten Straßen zum Weihnachtsgottesdienst gehen könnten. Vielleicht ist sogar eine Schlittenfahrt drin. Ach, im Winter braucht es nicht viel, um glücklich zu sein. Ein bisschen Schnee reicht mir schon. (bb)

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