Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche „Smishing“: Dabei versenden Hacker gefährliche Links per SMS, um persönliche Daten von Handy-Nutzern zu sammeln. (Symbolfoto)
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Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche „Smishing“: Dabei versenden Hacker gefährliche Links per SMS, um persönliche Daten von Handy-Nutzern zu sammeln. (Symbolfoto)

Warnung der Polizei

Betrugs-SMS: „Ihr Paket ist da“ – Das ist der Trick hinter der Masche

  • vonLena Karber
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Hacker versenden zur Zeit angebliche Paketbenachrichtungen per SMS, auf die Handy-Nutzer auf keinen Fall klicken sollten. Auch im Kreis Gießen hat die Polizei mehrere „Smishing“-Fälle erfasst.

Update vom Montag, 29.03.2021, 20.13 Uhr: Dass Betrüger durch das Versenden einer gefälschten Paketbenachrichtigung mit einem Bestätigungslink versuchen, Schadsoftware auf Handys zu spielen und damit persönliche Daten der Nutzer abzugreifen, ist nach wie vor ein Problem. Nicht nur im Kreis Gießen, wo die Polizei bereits im Februar über solche Fälle berichtet hatte (siehe unten), sondern deutschlandweit sorgt die Betrugsmasche für Schlagzeilen und Warnungen vonseiten der Polizeipräsidien. Aktuell warnt etwa das Polizeipräsidium Osthessen vor den Betrügern, nachdem es in den vergangenen Tagen vermehrt zu derartigen Fällen kam.

In ihrer Pressemitteilung bezeichnet das Polizeipräsidium Osthessen die Betrugsmasche als „Smishing“. Bei dem Begriff handelt es sich um eine Anlehnung an die Bezeichnung „Phishing“, die für das „Angeln“ persönlicher Daten über gefälschte E-Mails oder Websites verwendet wird. „Smishing“ bedeutet prinzipiell das Gleiche, soll jedoch dem Umstand Rechnung tragen, dass die betrügerischen Nachrichten in diesem Fall per SMS versendet werden.

Doch egal, wie man die Betrugsmasche bezeichnet, weiterhin gilt für Handy-Nutzer die Warnung, vorsichtig zu sein und nicht auf Links zu klicken, über deren Absender man sich nicht im Klaren ist. Strafanzeige können Betroffene auf jeder Polizeidienststelle oder etwa in der „Onlinewache“ der Polizei Hessen stellen. Sicherheitshinweise für die Nutzung von internetfähigen Smartphones oder Tablets hat auch das Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik zusammengestellt. Hinweise der Polizeistation Mittelhessen für den Umgang mit dubiosen Nachrichten erhalten Sie zudem weiter unten auf dieser Seite im Überblick.

Hacker-Falle: Angebliche Paketbenachrichtigung per SMS installiert Schadsoftware

Erstmeldung vom Mittwoch, 10.02.2021, 14.14 Uhr: Es ist eine neue Betrugsmasche, die aktuell vielerorts für Schlagzeilen sorgt: Handy-Nutzer erhalten per SMS eine angebliche Paketbenachrichtigung mit dem Text „Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es!“ und einem Link zum Bestätigen. Doch der Link sollte keinesfalls geöffnet werden, denn durch das Anklicken installiert sich eine Schadsoftware auf dem Gerät, die üble Konsequenzen haben kann. Schließlich ermöglicht diese es Software Betrügern, persönliche Daten der Handy-Nutzer zu speichern. Zudem können hohe Kosten verursacht werden, da die Software selbstständig SMS versendet.

Angebliche Paketbenachrichtigung: Polizei ist über mehrere Fälle im Kreis Gießen informiert

Auch etwa im Landkreis Gießen wurden in den vergangenen Tagen vermehrt Fälle der neuen Betrugsmasche festgestellt. Mindestens 13 Besitzer von Mobiltelefonen haben laut Angaben des Polizeipräsidiums Mittelhessen bereits eine solche betrügerische „Paketbenachrichtungs-SMS“ erhalten, die in Wahrheit nicht von einem echten Paketzusteller stammte.

Ähnliche Fälle wurden in den vergangenen Tagen deutschlandweit gemeldet. In einigen Fällen wurden offenbar hohe Rechnungen verursacht und zum Teil sollen Smartsphones sogar von Hackern per Fernzugriff fremdgesteuert worden sein.

Hacker versenden zur Zeit angebliche Paketbenachrichtungen per SMS.

Betrügerische SMS: Das sind die Folgen der gefälschten Paketbenachrichtigung

Das Polizeipräsidium Mittelhessen warnt deshalb in einer Meldung ausdrücklich vor der Betrugsmasche. „Mittels diesem Link installieren die Betrüger häufig automatisch eine Schadsoftware auf dem Handy, die unbemerkt sensible Daten weitergibt“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Zudem ermögliche die Software, dass – wie in einem Schneeballsystem – eine Flut von weiteren SMS an die auf dem Smartphone gespeicherten Kontakte weiterverbreitet werde. In einzelnen Fällen könnten aber auch Abos abgeschlossen oder das Guthaben von Prepaid-Karten auf andere Weise in Anspruch genommen werden.

Für den Umgang mit Nachrichten hat das Polizeipräsidium Mittelhessen daher folgende Verhaltenshinweise zusammengestellt:

  • Klicken Sie auf keinen Fall auf Links, die von unbekannten Absendern und unerwartet zugestellt werden.
  • Ist der Absender bekannt, fragen Sie nach, was sich hinter dem Link verbirgt und ob der Versand beabsichtigt war.
  • Bestätigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Handy.
  • Aktivieren Sie, sofern möglich, die Drittanbietersperre (in den Einstellungen des Mobiltelefons).
  • Wenn Sie bereits geklickt haben, schalten Sie in Ihren Flugmodus und informieren Ihren Provider.
  • Achten Sie auf ungewöhnliche Belastungen auf ihren Rechnungen und Konto! Wenn ja, dann erstatten Sie Anzeige bei Ihrer Polizei.

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