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»Oberhessenadler« haben sich formiert

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Kirtorf/Gießen (pm). »Am schwierigsten war es zunächst einmal, einen passenden Namen zu finden«, fanden die Teilnehmer der Sitzungsrunde. Nach regen Diskussionen über die angebotenen Vorschläge entstanden im Gasthaus »Schmeerofen« in Kirtorf kürzlich die »Oberhessenadler« - ein Verbund der »Eintracht«-Fanclubs aus Oberhessen.

So heißt jetzt die neue Gemeinschaft der Anhänger von »Eintracht Frankfurt«, bestehend aus sieben einzelnen »Eintracht«-Fanclubs (EFC) aus der Region, welche in dieser Form gemeinsame Fahrten veranstalten und die Zusammenarbeit in allen Bereichen intensivieren wollen. Zum Sprecher des Verbundes wurde Stefan Schabl vom EFC Ohmtaladler aus Homberg/Ohm bestellt.

Die Verwaltung der Website und des Fanclub-Portals läuft über Timo Schmied vom EFC Alsfeld . Bisher beteiligen sich folgende »Eintracht« Fanclubs (EFC) der Region am neuen Verbund: EFC Adlerfreunde Mittelhessen (Rüddingshausen), EFC Adlerkralle Göbelnrod; EFC Alsfeld; EFC »Eintrach Bohwe« Kirtorf, EFC Ruppertenrod, EFC Ohmtaladler 1989 (Homberg) und EFC Vogelsbergadler (Alsfeld). Zukünftig wird jeder Verein einen Ansprechpartner zu den Sitzungen entsenden, die in unregelmäßigen Abständen bei Bedarf einberufen werden sollen. Die zentrale Kommunikation wird über das neuen Internetportal der Oberhessenadler abgewickelt. Hier gibt es sowohl Informationen über die Fahrten und Aktivitäten aller einzelnen Fanclubs, als auch der gemeinsamen Aktionen im Verbund. Die zentrale Kommunikation wird über das neue Internetportal der »Oberhessenadler« abgewickelt. »Die ausgezeichnete Vorarbeit des EFC Alsfeld«, sagt Verbandssprecher Stefan Schabl, habe den unmittelbaren Start des Portals ermöglicht.

Die »Oberhessenadler« werden in Kürze auch die Fanbetreuung in Frankfurt über die Gründung des Verbundes informieren. Dies solle vor allem bei der schwierigen Beschaffung von Eintrittskarten Vorteile bringen. In der Vergangenheit habe es lediglich eine lose Zusammenarbeit einzelner Fanclubs bei Busfahrten gegeben, wobei die Organisation oft nur von den mitgliederstarken EFCs getragen wurde, erzählt Schabl.

Kleinere Fanclubs hätten es schwer, eigene Fahrten zu organisieren, da sie das finanzielle Risiko nicht allein tragen könnten. Die eigentlich bei den Fans sehr beliebten Auswärtsfahrten scheiterten oft an der zu geringen Beteiligung. Durch die Gemeinschaft wolle man die Möglichkeiten im Bezug auf die Busfahrten verbessern. Es sei jedoch sehr wichtig, so Schabl weiter, dass jeder Fanclub seine Eigenständigkeit in vollem Maße behält, um die individuellen Interessen seiner Mitglieder zu bewahren. Auch unterliege kein Fanclub einer unbedingten Teilnahmeverpflichtung. Der Verbund der »Oberhessenadler« bündelt zukünftig die Interessen von 570 Eintracht-Fans in der Region und ist damit das größte Gemeinschaftsprojekt in der Fanszene des Frankfurter Traditionsvereins.

Schabl: »Die Fanclubs in unserer Region haben eine andere Organisation und andere Strukturen als die Gruppen im Großraum Frankfurt, allein schon wegen der längeren Anreise.« Dem wolle man mit dem regionalen Zusammenschluss Rechnung tragen. Mit dem neuen Fanclub-Verbund könne man sich den besonderen Anforderungen besser stellen, »als wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht«. Die Tür für alle interessierten Fanclubs in der Region an einer Beteiligung im neuen Verbund stehe immer offen, so Schabl. Man wolle bei den gemeinsamen Busfahrten jedoch zunächst nicht zu sehr von der bisherigen Route abweichen (Alsfeld - Kirtorf - Homberg - Autohof Atzenhain), um den Zeitrahmen nicht zu sprengen. Der vor einigen Jahren gescheiterte Arbeitskreis Mittelhessen habe gezeigt, so Schabl, dass ein zu großes Einzugsgebiet mit den Interessen der Fanclubs bei Busfahrten nicht vereinbar ist, »da die Teilnehmer beim Einsammeln der Leute ewig lange im Bus sitzen mussten«. Bei einer regionalen Vergrößerung des Verbundes würde man natürlich auch über mehrere Busstrecken nachdenken. Infos unter www. oberhessenadler.de oder 0172/655 7953 (Schabl).

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