Oberbürgermeister Egon Vaupel geht in den Ruhestand

Marburg (pm). Oberbürgermeister Egon Vaupel wird zum 1. Dezember 2015 vorzeitig in den Ruhestand gehen. Das erklärte der 63-Jährige am Freitagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Zuvor hatte er für den Magistrat den Bürgermeister sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung über seine Entscheidung informiert.

Vaupel wird damit eineinhalb Jahre vor Ende seiner Amtsperiode aus dem Amt ausscheiden. »Ich tue dies in Achtung und Respekt vor den gesundheitlichen Belangen und dem zeitlichen Aufwand, welche die Aufgabe des Oberbürgermeisters verlangt«, sagte der Rathauschef. »Der Schritt fällt mir nicht leicht, aber ich musste eine Entscheidung treffen, solange ich sie selber treffen kann.«

Er hatte vor einem Jahr einen Herzinfarkt erlitten, war dann aber bereits wenige Wochen danach wieder ins Rathaus zurückgekehrt. »Es geht mir gut, aber ich habe nach meiner Krankheit gedacht, dass es möglich ist, die Aufgaben einzuschränken, aber das ist nicht möglich. Ich liebe diese Stadt und wenn ich da bin, bin ich das zu 150 Prozent«, sagte Vaupel und bekannte, der Schritt sei ihm nicht leicht gefallen.

Vaupel wurde 1997 Bürgermeister der Stadt Marburg. 2005 wurde er mit 52,5 Prozent der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang zum Oberbürgermeister gewählt. 2011 wurde er mit 59,3 Prozent im ersten Wahlgang für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Er wolle mit seiner frühzeitigen Entscheidung einen geordneten Übergang ermöglichen und sei deshalb bereit den Ruhestand nicht sofort, sondern zum 1. Dezember 2015 anzutreten. »Ich bin nicht amtsmüde«, erklärte Vaupel. Er werde insbesondere die Aufgabenstellungen des Doppelhaushalts, der Altenhilfe, der Situation in der Oberstadt, der Obdachlosenunterbringung sowie der Flüchtlingsunterbringung und der Wohnungspolitik voranbringen und will sie zum Abschluss bringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare