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CDU nur noch in neun von 21 Landkreisen stärkste Kraft

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Wiesbaden (dapd). Die CDU ist nach dem amtlichen Endergebnis der Kommunalwahlen in Hessen trotz deutlicher Verluste mit landesweit 33,7 Prozent stärkste Partei geblieben. Wie aus den am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten endgültigen Zahlen zu der Wahl vom 27. März hervorgeht, verlor sie in den Kreistagen 71 Sitze und verfügt jetzt noch über 538 Mandate.

Die SPD kam in den Kreistagen und kreisfreien Städten auf 31,5 Prozent und wurde damit zweitstärkste Kraft vor den Grünen, die 18,3 Prozent holten.

Wie das Statistische Landesamt meldete, stellt die CDU jetzt nur noch in neun und nicht mehr wie bisher in zwölf Landkreisen die stärkste Fraktion. Im Landkreis Fulda hält sie noch die absolute Mehrheit, in den Kreisen Marburg-Biedenkopf und Mainz-Kinzig wurde sie von der SPD als stärkste Partei abgelöst, und im Vogelsbergkreis kam es mit je 21 Sitzen zum Patt zwischen den beiden großen Parteien. Die SPD verlor in den Kreistagen 48 Sitze und hat damit jetzt 511 Vertreter. Allerdings stellen die Sozialdemokraten nunmehr in elf Landkreisen die relative Mehrheit, das sind zwei mehr als die CDU. Die Grünen konnten die Zahl ihrer Kreistagssitze von 121 auf 251 mehr als verdoppeln.

Dagegen sank bei der FDP die Zahl der Kreistagsmandate von 83 auf 61. Die Linke und Zusammenschlüsse der Linksparteien konnten sich leicht von 40 auf 45 Abgeordnetensitze verbessern. Sie sind jetzt ebenso wie CDU, SPD., Grüne und FDP in allen 21 Kreistagen Hessens vertreten. Die rechten Republikaner verloren 13 Kreistagssitze und haben damit noch acht Mandate in sieben Kreistagen. Die rechtsextremistische NPD stellt fünf Vertreter in drei Kreistagen (Wetterau, Lahn-Dill und Mainz-Kinzig). Besser schnitt die Piratenpartei mit 13 Abgeordneten in zehn Landkreisen ab. Wählergruppen und Freien Wähler kamen landesweit auf 109 Kreistagssitze.

In den kreisfreien Städten Frankfurt am Main, Kassel, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach wurden insgesamt 387 Stadtverordnete gewählt. Davon stellt die CDU nach dem amtlichen Endergebnis 112, das sind 18 weniger als bisher. Sie SPD kam auf 103 Mandate, ein Minus von 16. Als einzige deutlich zulegen konnten auch den fünf Großstädten die Grünen mit einem Zuwachs von 54 auf 97 Stadtverordnete. Die FDP hat dagegen nur noch 15 Sitze in den Kommunalparlamenten der kreisfreien Städte - zwölf weniger als bisher. Die Linke und Zusammenschlüsse von Linksparteien bekamen wie bisher 20 Mandate.

Die Republikaner verfügen noch über fünf (bisher acht) Sitze, die Piratenpartei über zehn, die NPD und die Allianz Graue Panther erhielten beide in Frankfurt je ein Stadtverordnetenmandat. Wählergruppen stellen in den fünf Stadtparlamenten 23 Vertreter, davon die Freien Wähler acht.

In Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach stellt die CDU die stärkste Fraktion, in Kassel die SPD und in Darmstadt die Grünen.

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