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Affenpocken-Patient aus Hessen: Stadt Frankfurt gibt weitere Informationen bekannt

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Von: Sebastian Richter, Erik Scharf

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In Hessen muss der erste Mensch mit Affenpocken-Patient in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hält das Ansteckungsrisiko dennoch weiter für gering.

Update vom Mittwoch, 25. Mai, 16.50 Uhr: Nach dem ersten bestätigten Affenpocken-Fall in Frankfurt muss sich der Patient nun 21 Tage in Isolierung begeben. Das berichtete die Stadt Frankfurt in einer Mitteilung. Die Quarantäne sei in Absprache mit dem Gesundheitsamt angeordnet worden.

Die betroffene Person aus Frankfurt befinde sich in einem stabilen klinischen Zustand. Sie begab sich am 24. Mai mit grippeartigen Symptomen und einem Hautausschlag bei einem Arzt in Behandlung. Dort wurden Abstriche der Hautläsionen genommen und an die Virologie an der Uniklinik Frankfurt geschickt. Alter und Geschlecht sind weiterhin unbekannt.

Der bestätigte Affenpocken-Patient in Frankfurt muss in Quarantäne. (Symbolbild)
Der bestätigte Affenpocken-Patient in Frankfurt muss in Quarantäne. (Symbolbild) © IMAGO/Davor Puklavec/PIXSELL

Affenpocken-Fall in Frankfurt: Gesundheitsamt ordnet Quarantäne an

Wenig später bestätigte sich der Verdacht, die Person wurde umgehend isoliert. „Das Ansteckungsrisiko für die Frankfurter:innen wird derzeit als sehr gering eingeschätzt“, zitiert die Mitteilung Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Mayer. Die medizinische Versorgung der infizierten Person werde engmaschig begleitet, Infektionsketten ermittelt. „Selbstverständlich werden wir, wie auch bei Corona, die Öffentlichkeit über die Entwicklungen und neue Erkenntnisse auf dem Laufenden halten.“

Die 21 Tage lange Quarantäne werde vom Gesundheitsamt bei jedem bestätigten Fall angeordnet. „Je nach Gesundheitszustand kann sie natürlich zu Hause verbracht werden“, sagt Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes. „Eine allgemeine Ausbruchsgefahr für die Bevölkerung bestehe aktuell nicht. Affenpockenviren gelten gewöhnlich als nicht sehr ansteckend.“

Bei einem Patienten im Uniklinikum Frankurt sind Affenpocken nachgewiesen worden.
Bei einem Patienten im Uniklinikum Frankurt sind Affenpocken nachgewiesen worden. © Christian Ohde/Imago

Erste Affenpocken-Infektion in Hessen nachgewiesen

Erstmeldung vom Mittwoch, 25. Mai, 7.20 Uhr: Frankfurt – Nun ist auch in Hessen die erste Affenpocken-Infektion nachgewiesen worden. Das Ergebnis sei vom Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt bestätigt worden, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden am Dienstagabend (24. Mai) mit. Die infizierte Person sei mit entsprechenden Symptomen in die Uniklinik gekommen. Alter und Geschlecht des oder der Betroffenen waren zunächst nicht zu erfahren.

Der erste nachgewiesene Fall in Deutschland überhaupt war in der vergangenen Woche aus Bayern gemeldet worden. Die mit Affenpocken infizierte Person aus München hatte sich zuvor auch in Frankfurt aufgehalten. Mehrere weitere Bundesländer meldeten inzwischen Nachweise der Infektionskrankheit. 

Hessen: Affenpocken seltene Viruserkrankung

Affenpocken sind eine seltene, von Tieren auf Menschen übertragbare Viruserkrankung. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind selten, aber bei sehr engem Kontakt möglich.

Das Virus verursacht nach Angaben von Gesundheitsbehörden meist nur milde Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Hautausschlag. Affenpocken können aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen, in Einzelfällen sind tödliche Erkrankungen möglich.

Am Dienstag (24. Mai) hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf einer Pressekonferenz die weiteren Maßnahmen zur EIndämmung der Affenpocken verkündet. (esa/dpa)

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