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Neugierig auf neuen Glockenklang

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Lahnau (sel). Am vierten Adventssonntag rufen neue Glocken im Turm der alten Klosterkirche Dorlar zum Gottesdienst, nachdem das Geläut von 1917 ausgetauscht worden ist.

Wie sie wohl klingen werden? Zwar wurden die Töne beibehalten, doch zu erwarten ist ein vollerer Klang. Denn die alten Glocken, die nun einen Ruheplatz im Kirchgarten finden, waren im Jahre 1917 aus Stahlguss in Bochum hergestellt worden, weil das Geläut der Klosterkirche mit zwei Glocken aus der Mitte des 15. und Anfang des 17. Jahrhunderts kriegsbedingt eingeschmolzen worden war. Daher legten die Dorlarer unter ihrem damaligen Pfarrer Julius Teubner zusammen und kauften jene Bochumer Glocken, die nun ausgedient haben, denn der Stahlguss war dem Rost der Jahrzehnte nicht gewachsen.

Im Februar stellte der Glockensachverständige der Rheinischen Landeskirche die schon fortgeschrittenen Rostschäden fest und legte das Geläut kirchenamtlich still. Im Sommer erfolgte der Beschluss des Kirchenvorstandes zur Neuanschaffung zweier Glocken. Gleichzeitig baten Presbyterium und der Förderverein der beiden Kirchengemeinden Dorlar und Atzbach um Spenden, mit denen sowohl der Glockenguss wie auch die Installierung der Glocken finanziert werden konnten – laut Kirchmeisterin Ute Jacksteit handelt es sich um eine Summe von 25 000.

Gegossen wurden die Glocken am 29. November in der traditionsreichen Gießerei Rincker in Sinn im Beisein vieler Spender. Die Namen der zwei Großspender Thea Oberemm und Klaus-Dieter Wirth sind auf den Glocken verewigt.

Pfarrerin Manuela Bünger wies auf die Segensprüche auf den Glocken hin: »Ehre sei Gott in der Höhe« auf der kleineren sowie »Friede auf Erden« auf der größeren. Mit diesen Botschaften verkündete der Weihnachtsengel die Geburt des Heilandes vor zwei Jahrtausenden.

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