Nach Mord an Rentnerin: Polizei nimmt Speichelproben

Lahnau (sha). Nach dem Mord an einer 84-jährigen Atzbacherin am 22. Dezember vergangenen Jahres bitten Polizisten Anwohner um Speichelproben.

Wie Staatsanwalt Dominik Mies mitteilte, richteten sich die Anfragen der Beamten an Personen, die in der Nähe des Tatorts in der Gießener Straße leben. Der Grund: Ermittler hatten in dem Haus der Atzbacherin fremde DNA festgestellt. Das bedeute zwar nicht automatisch, dass diese Spur vom Täter stamme, sagte der Staatsanwalt. Dennoch wollten die Beamten klären, wem diese DNA zuzuordnen sei und wie sie an den Tatort gelangte. Ermittler hatten an dem Haus der Seniorin keine Spuren eines gewaltsamen Eindringens gefunden. Deshalb ist es möglich, dass die allein lebende 84-Jährige den Täter kannte und ihn einließ. Hinweise darauf, es könne sich um mehrere Täter handeln, gibt es laut Mies bislang nicht. Etwa 100 Speichelproben sollen genommen werden.

Die Abgabe geschehe freiwillig, sagte Mies. Weigere sich jemand, würde er zwar nicht automatisch verdächtigt, aber es entstünden dennoch Fragen.

Die Rentnerin war an mehreren Stichverletzungen in den Oberkörper gestorben. Außerdem weist ihr Kopf laut Staatsanwaltschaft Spuren stumpfer Gewalt auf. Aus der Wohnung der Atzbacherin soll auch Bargeld geklaut worden sein.

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare