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Nach Attacke gegen Pferd in Utphe 500 Euro Belohnung

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Hungen (bf). Nachdem vermutlich unbekannte Tierquäler einem Wallach auf einer Koppel in Utphe den Hals unweit der Hauptschlagader aufschlitzt haben, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen.

Das teilte die Organisation am Dienstag mit.

Wie die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete, hatten die Besitzer des Wallachs am Mittwoch Anzeige erstattet. Sie hatten ihr Tier am Samstag zuvor mit einer tiefen Schnittverletzung aufgefunden. Vom Tierarzt war aufgrund von Lage und Art der Wunde eine Selbstverletzung nahezu ausgeschlossen worden. Da auf der Koppel keine scharfen Gegenstände, Blutspuren oder Fellanhaftungen entdeckt werden konnten, liegt der Verdacht einer mutwilligen Verletzung des Wallachs nahe, berichtete die Grünberger Polizei gegenüber der Presse.

Zeugen können sich entweder an das zuständige Polizeirevier in Grünberg, Telefon 0 64 01/91 43-0, oder an PETA unter 01 73/6 57 56 68 wenden. »Helfen Sie mit, diese Tat aufzuklären«, appelliert Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. »Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.

« Fälle von grausamer Tierquälerei würden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte seien sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen, so die PETA-Vertreterin.

Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität Saarland: »Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben zuvor bereits Tiere gequält.« Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und könne mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

(Symbolfoto: Koller)

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