Mutter vor Gericht

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Limburg (dpa/lhe). Eine Mutter soll die Leiche ihres neugeborenen Babys in einer Mülltüte verpackt und im Keller verstaut haben. Vier Jahre später steht sie nun wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Limburg. Die Richter sollen von Dienstag (1. Oktober) an klären, was genau nach der heimlichen Geburt vermutlich im Oktober 2015 in Runkel (Kreis Limburg-Weilburg) geschah. Die Ermittler konnten trotz gerichtsmedizinischer Untersuchungen nicht mehr klären, ob der kleine Junge tot oder lebendig zur Welt kam.

Die heute 34 Jahre alte Mutter will das Kind nach eigenen Angaben in der Badewanne zur Welt gebracht haben, berichtet ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Junge habe laut ihrer Aussage nicht geatmet und sei blau angelaufen. Sie habe ihn zurück ins Wasser gleiten und dort fünf bis zehn Minuten liegen gelassen. Danach habe sie das Neugeborene herausgeholt und gesehen, dass es tot sei. Die Mutter soll die Leiche in die Tüte und diese in einen Rucksack gepackt und im Keller versteckt haben. Im Februar 2018 fanden Dritte beim Entrümpeln die verweste Leiche. Die Angeklagte hatte den Angaben zufolge vor der Geburt des Jungen bereits drei weitere Kinder geboren, die teils bei ihr lebten.

Bis Mitte November will das Landgericht den Fall verhandeln.

Quelle: Gießener Allgemeine

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