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Ministerium rät zu Schutz vor Zecken

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Wiesbaden (dapd-hes). Das hessische Sozialministerium hat zu Beginn der Zeckensaison an die Bürger appelliert, sich gegen die sogenannte Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) impfen zu lassen.

Das Frühjahr sei der ideale Zeitpunkt dafür, sich vor der lebensgefährlichen Krankheit zu schützen, die von Zecken übertragen werden kann. Staatssekretärin Petra Müller-Klepper wies darauf hin, dass die FSME-Impfungen sowohl von den Gesundheitsämtern als auch von niedergelassenen Ärzten angeboten werde.

Sie schützt allerdings nicht vor Borreliose, einer ebenfalls von Zecken übertragenen bakteriellen Infektion, wie es hieß. Deshalb sei bei einem Zeckenstich auch dann erhöhte Aufmerksamkeit angezeigt, wenn die Impfung in Anspruch genommen wurde, betonte die Staatssekretärin.

Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge in Hessen zwölf Fälle von FSME-Erkrankung gemeldet, 2009 waren es noch 20 und im Jahr 2006 sogar 51 Fälle. In Hessen zählen der Odenwaldkreis, die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Offenbach-Land, Groß-Gerau und Main-Kinzig ebenso zu den Risikogebieten wie die Stadt Darmstadt, der Osten des Kreises Marburg-Biedenkopf und neuerdings auch die Stadt Offenbach.

»Gefährdet sind vor allem Personen, die sich in Beruf oder Freizeit viel im Wald oder an Flüssen eines Risikogebiets aufhalten«, erklärte Müller-Klepper. Ihnen riet sie, sich umgehend impfen zu lassen. Die erste Impfung erfolge idealerweise im Frühjahr, die zweite werde zwei bis vier Wochen später vorgenommen. Dies reiche als Schutz für die diesjährige Zeckensaison aus. Nach neun bis zwölf Monaten wird dann eine Auffrischungsimpfung nötig.

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