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NPD meldet abermals Demo an

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Friedberg (ütz). Es war nicht anders zu erwarten: Nachdem der Aufmarsch am 1. August von Gegendemonstranten bereits kurz hinter dem Bahnhof gestoppt wurde und die Polizei von einer Räumung des Zugwegs abgesehen hatte (die »Allgemeine« berichtete), hat der NPD-Landesvorstand nun erneut eine Demonstration in Friedberg angemeldet. Termin ist der 7. November.

Friedberg (ütz). Es war nicht anders zu erwarten: Nachdem der Aufmarsch am 1. August von Gegendemonstranten bereits kurz hinter dem Bahnhof gestoppt wurde und die Polizei von einer Räumung des Zugwegs abgesehen hatte (die »Allgemeine« berichtete), hat der NPD-Landesvorstand nun erneut eine Demonstration in Friedberg angemeldet. Termin ist der 7. November.

Nach Angaben des Wetterauer NPD-Kreisvorsitzende Daniel Lachmann handelt es sich um eine Protest-Demo unter dem Motto »Demonstrationsfreiheit auch für politisch Andersdenkende«. Als Redner sollen der Parteivorsitzende Udo Voigt, der hessische Landesvorsitzende Jörg Krebs sowie Landesvorstandsmitglied Daniel Knebel auftreten. Die Demonstration, sei »eine Reaktion auf die rechtswidrig in Friedberg und Nidda verhinderten Willenskundgebungen der Hessen-NPD vom 1. August«.

Wie der zuständige Dezernent der Stadt, Erster Stadtrat Peter Ziebarth, auf Anfrage der »Wetterauer Zeitung« mitteilte, hat die NPD ihre Demo für den Zeitraum zwischen 11 und 21 Uhr angemeldet und einen extrem langen Zugweg beantragt. Er soll von der Burg über die Kaiserstraße und Ockstädter Straße unter anderem über die Wintersteinstraße, Buchenstraße, Lindenstraße, Gutenbergstraße, Homburger Straße über den Mainzer-Tor-Weg zur Karlsbader, Breslauer und Königsberger Straße - also an der Moschee vorbei - zur Wilhelm-Leuschner-Straße und Saarstraße zum Bahnhof verlaufen. Angemeldet worden seien rund 150 Teilnehmer, so Ziebarth. Die Stadt habe wie bei der ersten Demonstration keine rechtliche Handhabe, diese zu verbieten. Allerdings müssten jetzt Strategien besprochen werden, wie man mit dem Aufmarsch umzugehen gedenkt, etwa hinsichtlich der langen Wegstrecke. Es werde wiederum ein Gespräch mit dem NPD-Landesvorstand geben; mit der Polizei habe man Kontakt aufgenommen.

Für das Wetterauer Bündnis gegen Rechts hat Cornelia Wenk inzwischen angekündigt, die Vorbereitungen zur NPD-Demonstration »genauestens« zu beobachten und gegebenenfalls zu einer erneuten Gegenkundgebung und Gegendemonstration aufzurufen. Es gelte erneut, den Aufmarsch der NPD zu verhindern.

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